Zanskar - das ehemalige Königreich

Eine Reise in das ursprüngliche und abgelegene Zanskar zum Karsha Klosterfest


Termin:  23.07. - 06.08.2027   

Gruppengröße: 5 - 10 Personen

Reisedauer: 15 Tage

deutschsprachige Reiseleitung

3790 Euro p.P.



            3.850 m                         1                               13 x                        keine  


HÖHEPUNKTE  

  • Von Leh über West-Ladakh, das Suru-Tal und hohe Pässe bis ins abgelegene Zanskar
  • Atemberaubende Hochgebirgslandschaft mit Blicken auf das Nun–Kun-Massiv (über 7.000 m)
  • Klosterfest in Karsha mit farbenprächtigen Cham-Maskentänzen
  • Besuch bedeutender Klöster und heiliger Orte – darunter Dzongkhul, Stongde und das spektakuläre Phuktal-Kloster
  • Leichte Spaziergänge durch die weitgehend unberührte, sagenhaft schöne Natur des Hochhimalaya
  • Über den Shingo La und vorbei am heiligen Gonbo Rangjon bis in die grünen Täler von Lahaul und Kullu

Zwischen den schneebedeckten Ketten des Transhimalaya und der Zanskar-Berge liegt das ehemalige Königreich Zanskar – eine abgelegene Hochgebirgsregion, die sich bis heute viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Über viele Monate im Jahr war das Tal früher durch verschneite Pässe von der Außenwelt abgeschnitten. Neue Straßenverbindungen erleichtern inzwischen den Alltag der Bevölkerung, doch noch immer bestimmen weite Landschaften, kleine Dörfer, alte Klöster und der tibetische Buddhismus das Bild dieser besonderen Region.

Unsere Reise beginnt bewusst ruhig in Leh auf 3.500 m. Die ersten Tage dienen der Höhenanpassung und geben uns gleichzeitig Gelegenheit, erste kulturelle Eindrücke zu sammeln. Wir besuchen die Klöster Matho und Stakna und erleben die besondere Verbindung von Religion, Landschaft und Alltag. Anschließend führt uns die Reise nach West-Ladakh. In Alchi bewundern wir jahrhundertealte Wandmalereien, Skulpturen und kunstvolle Holzarbeiten, bevor wir das fruchtbare Tingmosgang-Tal erreichen.

Bei einem Tagesausflug nach Yangthang und Hemis Shukpachan entdecken wir die ländliche Seite Ladakhs. Wir spazieren durch traditionelle Dörfer und wandern auf einem alten Verbindungsweg hinab in das grüne Tal von Hemis Shukpachan. Aprikosen- und Apfelbäume, Felder und der geschützte alte Wacholderhain bilden einen reizvollen Kontrast zur kargen Bergwelt.


Über die faszinierende „Mondlandschaft“ von Lamayuru setzen wir unsere Reise fort. Danach führt uns ein Abstecher in das abgelegene Dorf Kanji, bevor wir bei Mulbek das eindrucksvolle Felsrelief des Buddha Maitreya besuchen und Kargil erreichen. Von hier fahren wir durch das landschaftlich großartige Suru-Tal. Vorbei an Panikhar und Parkachik eröffnet sich der Blick auf das mächtige Nun-Kun-Massiv. Bei Rangdum wird der kulturelle Übergang nach Zanskar deutlich: Gebetsfahnen, Chörten und Mani-Mauern begleiten uns über den Pensi La bis nach Padum.


In Zanskar nehmen wir uns Zeit für einige der bedeutendsten religiösen Orte des Tales. Ein besonderer Höhepunkt ist das Klosterfest von Karsha. Gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung erleben wir die farbenprächtigen Maskentänze, traditionellen Gewänder und religiösen Rituale. Das Fest ist keine touristische Vorführung, sondern Teil des lebendigen buddhistischen Glaubens der Menschen.


Am folgenden Tag besuchen wir im abgelegenen Dzongkhul-Kloster die Meditationshöhle des großen Mystikers Naropa. Über Sani mit seinem historischen Stupa führt uns der Weg anschließend zum hoch über dem Zanskar-Tal gelegenen Kloster Stongde.


Ein weiterer Höhepunkt erwartet uns am Phuktal-Kloster. Nach einer leichten Wanderung erreichen wir die spektakulär über der Tsarap-Schlucht gelegene Anlage, die rund um eine natürliche Felsgrotte erbaut wurde und zu den außergewöhnlichsten Klöstern des Himalaya zählt. Anschließend beginnt eine landschaftlich eindrucksvolle Fahrt über den Shingo La auf über 5.000 m. Unterwegs erhebt sich der markante heilige Berg Gonbo Rangjon aus der einsamen Hochgebirgslandschaft.


Mit der Passüberquerung verlassen wir Zanskar und erreichen Lahaul in Himachal Pradesh. In Keylong verbringen wir zwei Nächte und unternehmen leichte Wanderungen zu buddhistischen Klöstern in der grüner werdenden Berglandschaft. Danach führt uns der moderne Atal Tunnel in das Kullu-Tal.


In Naggar, der ehemaligen Hauptstadt des Kullu-Königreiches, erleben wir schließlich eine ganz andere Seite des Himalaya: grüne Wälder, hinduistische Tempel, das historische Schloss und das ehemalige Wohnhaus des russischen Malers Nicholas Roerich. Von hier fahren wir nach Chandigarh und fliegen weiter nach Delhi.


So verbindet diese Reise die trockenen Hochgebirgslandschaften Ladakhs und Zanskars mit buddhistischer Kultur, lebendigen Klosterfesten, leichten Wanderungen und abgelegenen Dörfern – und endet schließlich in den grünen Tälern von Himachal Pradesh.

23.07.   Hinflug nach Delhi 

Sie fliegen heute Nachmittag/Abend in die indische Hauptstadt Delhi. Die Flugzeit beträgt ca. 8 Stunden. Sie werden Delhi gegen Mitternacht/am frühen Morgen erreichen. 


24.07.    Ankunft in Leh 

Nach Ankunft in Delhi und einem kurzen Aufenthalt am Flughafen fliegen Sie gleich weiter nach Leh. Ein spektakulärer Flug über die vereisten Ketten des Himalaya wird Sie begeistern. Transfer zum Hotel. Wir erholen uns bis zum Nachmittag. Dies ist unerlässlich für die Höhenanpassung (3500m) und auch der Grund, warum die ersten Tage ganz gemächlich verbracht werden. Dann schlendern wir gemütlich durch Leh, um die ersten Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Unterwegs besuchen wir das Central Asian Museum in Leh, betreut von unseren Freunden vom Tibet Heritage Fund (THF), der sich mit Restaurierungsprojekten für den Erhalt der Altstadt einsetzt. Nach einem Kaffee/Tee geht‘s weiter durch den Old Market, wo Frauen in traditioneller Tracht land- wirtschaftliche Produkte anbieten.

2 Übernachtungen im Hotel in Leh (3.500 m), (F/M/A) 


25.07.  Matho und Stakna Kloster

Nach einem späten Frühstück werden wir nach Matho fahren. Dort besuchen wir das berühmte Matho Kloster. Es liegt auf einer Anhöhe und bietet einen herrlichen Blick auf das Industal und die umliegenden Berge. Das Matho Kloster ist ein bedeutendes buddhistisches Kloster in Ladakh und bekannt für das jährliche „Matho Nagrang“-Festival, bei dem Mönche Orakel-Rituale durchführen. Es wurde im 14. Jahrhundert gegründet und ist das einzige Koster in Ladakh, welches der Sakya Pa Schule, eine Schule der Rotmützen, zugehörig ist. Die Architektur des Klosters ist typisch für die Region, mit engen Gängen, kleinen Kapellen und detaillierten Wandmalereien, die Szenen aus dem Leben Buddhas und tibetische Gottheiten darstellen. Das Kloster beherbergt auch ein Museum, in dem alte Thangkas (buddhistische Rollbilder) ausgestellt sind, von denen viele noch aus Tibet stammen.


Nach dem Besuch des Matho Klosters fahren wir weiter nach Stakna. Das Stakna Kloster liegt malerisch am Ufer des Indus Flusses und gehört zu den beeindruckendsten Klöstern in Ladakh. Das im späten 16. Jahrhundert von dem bhutanischen Gelehrten Chosje Jamyang Palkar gegründete Stakna-Kloster gehört zur Drukpa-Kagyü-Tradition und besitzt bis heute eine besondere Verbindung zu Bhutan. Das Kloster thront auf einem steilen Hügel und bietet eine spektakuläre Aussicht auf den Indus, der sich majestätisch durch die Landschaft schlängelt. Der Name „Stakna“ bedeutet „Tigernasen-/Tigerschnauzen-förmigen“, was auf die markante Form des Hügels hinweist, auf dem das Kloster erbaut wurde.


Stakna ist nicht nur für seine atemberaubende Lage und seine kunstvollen Wandmalereien bekannt, sondern auch für seine gut erhaltenen Stupas. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung zu Bhutan. Das Stakna Kloster wurde von Lama Nawang Namgyal, einem wichtigen religiösen Führer aus Bhutan, ins Leben gerufen. Er überzeugte den ladakhischen König, dieses Kloster zu gründen, was die enge religiöse und kulturelle Beziehung zwischen Ladakh und Bhutan widerspiegelt. Nach dem Besuch von Stakna fahren wir entlang des Indus Flusses zurück nach Leh.


Fahrzeit 1 Std., Gehzeit 1 Std. (F/M/A) 


26.07.  Fahrt von Leh über Alchi nach West-Ladakh

Heute werden wir zur Sham Region nach West-Ladakh aufbrechen. Hier besuchen wir einen der ältesten Tempel Ladakhs, sowie die schönen Ortschaften des Industals. Die Fahrt von Leh nach Alchi wird etwa zwei Stunden dauern. Dort besuchen wir das weltbekannte Kloster von Alchi. Aufgrund ihrer seltenen und außergewöhnlichen buddhistischen Kunst zählt die Tempelgruppe von Alchi zu den bedeutendsten kulturhistorischen Stätten Ladakhs und steht auf der UNESCO-Tentativliste. Die Motive der Wandmalereien zeigen Themen des religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens der Menschen in Ladakh und der Nachbarländer. Nicht weit entfernt liegt die Ortschaft Tingmosgang, wo wir zwei Übernachtungen einplanen.


Am Nachmittag fahren wir in ein mittelalterliches Dorf, wo die Menschen immer noch in traditionellen Häusern wohnen. Der Baustil ist sehr beeindruckend und man findet ihn kaum ein weiteres Mal in Ladakh. Ca. 50 Familien wohnen dort seit 500 Jahren in einer kleinen Gemeinschaft. Mit etwas Glück sind sie zu einer Tasse Tee bei einer Familie eingeladen. Danach wandern wir durch das grüne Tal zurück zum Hotel.

Fahrzeit 4 Std., Gehzeit ca. 1 Std., 2 Übernachtungen im Hotel in Tingmosgang  3.200 m (F/M/A) 


27.07. Tagesausflug nach Yangthang und Hemis Shukpachan 

Nach einem entspannten Frühstück im Hotelgarten fahren wir heute über eine neu angelegte, breite Schotterpiste in Richtung Yangthang. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die Passhöhe. Hier legen wir einen ausgiebigen Fotostopp ein, denn die weiten Ausblicke über die karge und zugleich farbenreiche Berglandschaft sind besonders eindrucksvoll.


Anschließend fahren wir hinab in das kleine, mittelalterlich anmutende Dorf Yangthang auf rund 3.600 m. Bei einem Spaziergang durch das Dorf tauchen wir in die ländliche Atmosphäre ein und erhalten einen Einblick in das traditionelle Familienleben und den Alltag der Menschen in West-Ladakh.

Danach fahren wir wieder hinauf zur Passhöhe. Von hier setzen wir unseren Weg zu Fuß fort und wandern hinab in das Tal von Hemis Shukpachan. Der alte Verbindungsweg führt durch die offene Berglandschaft und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf das grüne Tal. Schließlich erreichen wir den Dorfbereich und den kleinen Tempel von Hemis Shukpachan.

Hemis Shukpachan gilt als eines der schönsten Dörfer der Sham-Region. Das weitläufige Dorf mit seinen rund 150 Haushalten liegt zwischen rötlichen Felswänden, grünen Weideflächen, Aprikosen- und Apfelbäumen. Seinen Namen verdankt es dem Shukpa, dem Wacholderbaum. Eine Quelle, die auch im Winter nicht versiegt, ermöglicht hier eine für Ladakh ungewöhnlich üppige Vegetation.

Eine Besonderheit ist der geschützte alte Wacholderhain oberhalb des Dorfes. Wacholder ist in vielen Teilen Ladakhs selten geworden und besitzt zugleich eine wichtige religiöse Bedeutung. Nach lokaler Überlieferung leben hier die Schutzgeister Lha und Lu, die über das Dorf und seine Bewohner wachen. Die alten, knorrigen Bäume verleihen diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.


Bei einem weiteren gemütlichen Spaziergang durch Hemis Shukpachan genießen wir die grünen Felder, traditionellen Häuser und die entspannte Atmosphäre des Dorfes. Anschließend fahren wir zurück nach Tingmosgang.

Fahrzeit ca. 1,5 Std., Gehzeit 1,5 Std, (F/M/A)


28.07. Durch die faszinierende Mondlandschaft nach Lamayuru 

Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Lamayuru, um dort das berühmte Koster Yungdung Tharpaling zu besichtigen. Dieses Kloster gehört zu den ältesten Klöstern in Ladakh und ist für die hervorragende Ausbildung der Mönche und eine besondere Meditationspraxis bekannt. Inmitten einer faszinierenden Steinlandschaft erbaut, ist schon der Anblick von außen ein großartiges Erlebnis. Bevor wir das Kloster besichtigen, fahren wir in ein zauberhaftes und relativ unbekanntes Seitental, um uns hier einen Tempel anzuschauen, der im 14. Jahrhundert über dem idyllisch gelegenen Dorf erbaut wurde. Die Malereien in diesem Tempel sind von kunsthistorischer Bedeutung, da sie den Übergang der kaschmirischen zur tibetischen Kunst aufzeigen. 

Übernachtung in Lamayuru im Hotel (F/M/A)


29.07. Fahrt über Kanji Gompa und Mulbek nach Kargil

Heute erwartet uns eine eindrucksvolle Fahrt über 2 hohe Pässe, den Fotu La (4147m) und den Namkila (3760m). Bevor wir über die beiden Pässe, den FOTU-LA (4147m) und den NAMKI-LA (3760m).Wir verlassen die Highway nach Kargil nach 30 km, um in ein sagenhaft gelegenes Dorf zu fahren. Dieses Dorf, Kanji mit dem gleichnamigen alten Kloster, ist Ausgangspunkt für den Kanji La Trek nach Rangdum. Drei malerische Täler kommen hier zusammen. Wir geniessen den Charme dieses alten Dorfes, indem mehr als 50 Familien leben. An einem idyllisch gelegenen Platz machen wir ein Picknick, bevor wir weiter nach Mulbek fahren. Dieser Ort ist bekannt für das große Felsrelief aus dem 10. Jahrhundert das den Buddha Maitreya darstellt. Dieses Relief ist einzigartig im gesamten Himalaya und galt früher den buddhistischen Pilgern auf ihrem Weg zum Mount Kailash als Wegweiser. Nach der Besichtigung machen wir eine kurze Tee/Kaffepause und setzen unsere Fahrt nach Kargil fort, das wir am frühen Abend erreichen.

 Fahrtzeit ca. 6 Stunden, 1 Übernachtung im Hotel in Baru - Kargil (F/M/A)


30.07. Panoramafahrt durch das Suru-Tal nach Padum, der Distrikthauptstadt von Zanskar

Am Morgen nach dem Frühstück erleben wir eine spektakuläre Fahrt vorbei an den letzten baltischen Dörfern Panikar und Parkachik mit herrlichem Blick auf das Nun und Kun Massiv (7.000er). Die Hänge sind mit Gletschern und großen Wiesen bedeckt. Das Tal, umsäumt von hohen Felswänden, wird enger. Dann öffnet sich die weite Hochebene von Rangdum. Gebetsfahnen, Manimauern und Chörten zeugen vom Übergang in buddhistisches Gebiet, nachdem wird das islamisch geprägte Suru Tal durchquert haben. In Rangdum, in einem weiten Hochtal gelegen, besichtigen wir das auf einem Felsen mitten im Tal erbaute Kloster, auf ca. 4.200m. Auf einer Schotterpiste geht es über den Pensi La Pass weiter nach Padum. Auf dem Pass haben wir einen beeindruckenden Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel des Zanskar Gebirges. Am frühen Abend erreichen wir Padum, die Distrikthauptstadt von Zanskar. 


Wir werden 3 Nächte in Padum übernachten und von hier aus Exkursionen zu den schönsten Klöstern Zanskars unternehmen. Das kleine Städtchen hat ca. 1.500 Einwohner. Es liegt auf einer Hochebene, umgeben von schneebedeckten Bergen, die bis zu 6000m hoch sind. Unweit von Padum fließen die beiden Flüsse Lingti und Doda zum mächtigen Zanskar Fluß zusammen.  Die grandiose Landschaft, in der viele Pausen und Fotostops eingelegt werden, lassen die manchmal etwas strapaziöse und lange Fahrt schnell in Vergessenheit geraten. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie  Herden der mächtigen Yaks erblicken und viele Murmeltiere, die vergnügt die Sonne genießen. 

Fahrtzeit ca. 8 Stunden

3 Übernachtungen im Gästehaus in Padum (F/M/A)


31.07.   Karsha Klosterfest und Besuch eines Nonnenklosters

Nach dem Frühstück fahren wir nach Karsha. Hier erwartet uns ein ganz besonderer Höhepunkt der Reise. Wir werden am Klosterfest von Karsha teilnehmen, gemeinsam mit der Bevölkerung, die in ihre bunten Trachten gekleidet, von sehr weit her angereist kommt, um an diesem Fest teilzunehmen. Die farbenfrohen Maskentänze und der Schwarzhut Tanz sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Festlichkeiten und symbolisieren den Sieg des Guten über das Böse.  Das darüber hinaus spektakulär gelegene Kloster Karsha, ist das bedeutendste der drei großen Gelugpa Klöster in Zanskar und folgt der spirituellen Tradition der Gelug (Gelbmützen) des tibetischen Buddhismus. Es ist die Heimat von ca. 100 Lamas. Von der Anhöhe aus haben wir einen wunderbaren Ausblick auf Padum und das Zanskar Tal.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Nonnenkloster von Karsha, das wir am späten Nachmittag ebenfalls besuchen. Je nach Kondition können wir eine leichte 1-stündige Wanderung bis nach Padum durchführen. Alternativ stehen uns natürlich auch die Autos für eine Rückfahrt zur Verfügung. 

Fahrzeit 1 Std., Gehzeit 1 Std., Übernachtung im Gästehaus in Padum, (F/M/A) 


01.08.   Heilige Orte des Zanskar: Naropa-Höhle, Kanishka-Stupa und Stongde-Kloster

Am Morgen fahren wir entlang des Argatse-Flusses in ein einsames Seitental nach Dzongkhul (Dzongkul). Hier besuchen wir die Meditationshöhle des bengalischen Mystikers Naropa (11. Jh.), einen wichtigen Pilgerort für Buddhisten aus dem gesamten Himalaya. Das kleine, äußerst stimmungsvolle Rotmützen-Kloster beeindruckt durch seine Lage und die stille Atmosphäre; Höhle und der legendäre „Dolch Naropas“ sind zu sehen. Wir lassen uns Zeit, genießen Stille und Abgeschiedenheit. 


Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer ca. 1-stündigen, leichten Wanderung talwärts auf der selten befahrenen Straße, um die Landschaft in Ruhe aufzunehmen; unsere Fahrzeuge warten am vereinbarten Punkt.

Weiter geht es nach Sani zum Kanishka-Stupa, der dem kaschmirischen Herrscher Kanishka (2. Jh. n. Chr.) zugeschrieben wird und im Himalaya als heiliger Ort gilt. Danach Rückfahrt nach Padum zum Mittagessen in unserem Gästehaus und kurze Ruhepause.

Am Nachmittag folgen wir dem Zanskar-Fluss zum Kloster Stongde – ein eindrucksvolles Gelbmützen-(Gelug)-Kloster mit weitem Blick über das Zanskar-Tal. Besichtigung und optional kurzer Abstieg vom Kloster hinunter ins Dorf Stongde. Anschließend Rückfahrt nach Padum. 

Fahrzeit ca. 3 Std.,  Gehzeit ca. 1 Std. Übernachtung in Padum, (F/M/A)


02.08. Besuch des sagenumwobenen Phuktal-Klosters und Weiterfahrt nach Keylong

Am frühen Morgen verlassen wir Padum und fahren zunächst in Richtung Phuktal-Kloster, eines der eindrucksvollsten und abgelegensten Klöster Zanskars. Vom Ausgangspunkt unternehmen wir eine Wanderung zum Kloster, das spektakulär an einer Felswand über der Tsarap-Schlucht liegt. Die Anlage wurde rund um eine natürliche Höhle erbaut und wirkt, als würde sie direkt aus dem Felsen herauswachsen. Nach der Besichtigung und etwas Zeit zum Genießen dieses besonderen Ortes wandern wir zurück zu unseren Fahrzeugen.


Anschließend setzen wir unsere Fahrt über den Shingo La auf knapp über 5.000 m Höhe fort. Die erst seit wenigen Jahren für den Autoverkehr geöffnete Straße führt durch eine äußerst einsame und eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft. Unterwegs legen wir – sofern es die Straßen- und Wetterbedingungen zulassen – einen Fotostopp am Gonbo Rangjon (Gonbo Ranjung) ein, einem markanten, frei stehenden heiligen Berg, der sich eindrucksvoll aus der kargen Landschaft erhebt.


Noch vor wenigen Jahren war diese Verbindung nur zu Fuß oder mit Tragtieren möglich. Durch den Straßenbau ist Zanskar heute deutlich besser mit Lahaul und Himachal Pradesh verbunden.

Nach der Passüberquerung verändert sich die Landschaft zunehmend. Entlang des Bhaga-Flusses fahren wir weiter nach Keylong, der Distrikthauptstadt von Lahaul. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel; hier ist die Landschaft bereits deutlich grüner als im trockenen Hochland von Zanskar.


Wanderzeit 1-2 Std., Fahrzeit ca. 6-7 Stunden, 2 Übernachtungen im Hotel in Keylong auf ca. 3.150 m (F/M/A)


03.08. Leichte Wanderungen rund um Keylong

Nach dem Frühstück unternehmen wir mehrere leichte Spaziergänge zu buddhistischen Klöstern in der Umgebung von Keylong. Wir bewegen uns weiterhin in einer stark vom tibetischen Buddhismus geprägten Landschaft: Gebetsfahnen flattern im Wind, kleine Chörten säumen die Wege und immer wieder öffnen sich schöne Ausblicke auf die bis zu 6.000 m hohen Schneeberge von Lahaul.

Die heutigen Wanderungen sind bewusst leicht gehalten und geben uns Zeit, die grüne Berglandschaft rund um Keylong in Ruhe zu genießen.


Am Nachmittag bleibt Zeit zur freien Verfügung. Im ruhigen Hotelgarten zwischen Apfelbäumen können wir entspannen und uns auf die Weiterreise vorbereiten.

Gehzeit ca. 2–3 Std., Übernachtung im Hotel in Keylong (F/M/A)


04.08. Durch den Atal Tunnel nach Naggar

Heute verlassen wir den buddhistisch geprägten Teil des Himalaya und fahren nach dem Frühstück durch den Atal Tunnel in das grüne Kullu-Tal. Früher führte die Verbindung zwischen Lahaul und Kullu über den rund 4.000 m hohen Rohtang-Pass, der aufgrund seiner Wetterverhältnisse besonders während der Monsunzeit häufig schwer passierbar war. Durch den Tunnel ist Lahaul heute ganzjährig mit dem Kullu-Tal verbunden.

Gegen Mittag erreichen wir Naggar, die ehemalige Hauptstadt des Kullu-Königreiches. Der Ort wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auch durch den russischen Maler Nicholas Roerich bekannt, der hier viele Jahre lebte. Sein ehemaliges Wohnhaus mit Garten kann heute besichtigt werden. Auch das historische Schloss von Naggar bietet einen schönen Blick über das Tal des Beas.

Mit Naggar erleben wir eine ganz andere Seite des Himalaya: Das Kullu-Tal ist üppig grün und stark vom Hinduismus geprägt. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung – für einen Spaziergang durch die Umgebung, den Besuch eines alten Hindu-Tempels oder des Roerich-Hauses.

Fahrzeit ca. 3 Std., Übernachtung im Gasthaus in Naggar auf ca. 1.800 m (F/M/A)


05.08. Fahrt nach Chandigarh und Flug nach Delhi

Nach dem Frühstück erwartet uns eine längere Fahrt durch das Kullu-Tal und weiter nach Chandigarh. Am Nachmittag erreichen wir den Flughafen und fliegen mit IndiGo nach Delhi.


Nach der Ankunft werden wir am Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel in Flughafennähe gebracht. Hier steht uns bis zum Check-in für den internationalen Rückflug ein Zimmer zur Verfügung. Das gemeinsame Abendessen findet im Hotelrestaurant statt.

Fahrzeit ca. 5–6 Std., Flugzeit ca. 50 Min., Tageszimmer im Flughafenhotel in Delhi (F/A)


06.08. Heimflug und Ankunft in Deutschland / Österreich / der Schweiz

Bitte checken Sie für Ihren Rückflug etwa 3,5 Stunden vor Abflug am internationalen Terminal des Flughafens Delhi ein.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Rückflug und eine gute Heimkehr nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.



F = FRÜHSTÜCK, M = MITTAGESSEN, A = ABENDESSEN


Programmänderungen (wegen kurzfristige Wetterverhältnissen, Straßen- und Wegzustand, Flugverzögerungen, Anordnungen der Behörden etc.) bleiben ausdrücklich vorbehalten!


Unterkünfte

Diese Reise führt durch großartige Landschaften und wenig erschlossene Gebiete. Aus diesem Grund sind nicht an allen Orten erstklassige Hotels zu erwarten. Für unsere Unterkünfte im Industal und in Kargil wählen wir landestypische und gepflegte Hotels. Die Zimmer haben eigene Dusche/WC.

Auf Ihrem Weg nach Zanskar und in Zanskar selbst werden Sie in einfachen Hotels /Gästehäuser mit eigener Dusche/WC übernachten.


Fahrzeiten / Straßenverhältnisse

Rechnen Sie auf manchen Strecken mit längeren Fahrtzeiten, da die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich sein können. Wir werden auf dieser Reise wenig erschlossene Gebiete des Himalaya durchfahren. Das birgt einerseits einen großen landschaftlichen Reiz in sich, andererseits sind die Straßenverhältnisse nicht immer gut und so kann es unter Umständen zu einer Fahrtzeitverlängerung kommen. Umdisponierungen müssen unter Umständen in Kauf genommen werden. Dies erfordert von den Teilnehmern etwas Toleranz und Flexibilität. Je positiver die Einstellung ist, umso größer wird das Erlebnis dieser Reise sein!


Essen

In den Unterkünften gibt es meist vegetarisches Essen, manchmal auch eine Hühnersuppe als Vorspeise. Während der langen Fahrten und bei Klosterfesten werden wir ein Lunchpaket mitnehmen. Heißer Tee und Kaffee stehten während der Fahrt immer zur Verfügung. Wenn Sie besondere Wünsche oder Allergien und Unverträglichkeiten haben, teilen Sie uns diese bitte mindestens einen Monat vor der Reise mit. 

Klima


In Ladakh herrscht trockenes Bergklima. Da das bereiste Gebiet nördlich des Himalaya-Hauptkamms liegt, dringen Monsunwolken nur selten bis nach Ladakh vor. In Leh ist es von Mitte Juni bis Mitte September tagsüber angenehm warm bis heiß; auch nachts bleiben die Temperaturen für eine Höhenlage von ca. 3.500 m meist relativ mild, können je nach Wetterlage aber rasch abkühlen. Auch auf Höhen zwischen 4.000 m und 5.000 m kann es tagsüber aufgrund der starken Sonneneinstrahlung noch angenehm warm sein.

Südlich von Zanskar – ab Keylong – kann Monsunregen auftreten.

Durchschnittliche Höchst- und Mindesttemperaturen (Richtwerte):

Leh (3.500 m): 24°C / 18°C Tingmosgam (3.270 m): 24°C / 20°C Padum (3.660 m): 20°C / 10°C    Keylong (ca. 3.150 m): 25°C / 18°C Naggar (1.800 m): 27°C / 18°C Delhi: 32°C / 24°C (feucht)


Wanderungen 

Die während der Reise vorgesehenen Spaziergänge und Wanderungen sind nach einer kurzen Akklimatisierungsphase leicht zu bewältigen. Die einzige längere Etappe führt zum Phuktal-Kloster und ist mit normaler Kondition gut machbar. Sollten Sie sich unsicher fühlen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Reiseleitung: Es stehen alternative Programmpunkte zur Verfügung. Sie können auch nur eine Teilstrecke mitgehen oder bis zum Aussichtspunkt auf das Kloster wandern – ohne den Aufstieg zum Kloster selbst zu absolvieren.


Packliste

Sie erhalten rechtzeitig eine Packliste mit allen notwendigen Informationen über die Ausrüstungen wie Schuhe, Kleidung, elektronische Geräte etc. für Ihre Reise nach Ladakh und Zanskar.


Visum für Indien

Das Visum für Indien muss vor der Reise von Ihnen selbst beantragt werden. Die Beantragung erfolgt online als E-Visum. Ausführliche Informationen zum Antragsverfahren erhalten Sie rechtzeitig von uns.

REISEPREIS

pro Person im doppelzimmer   € 3790,-


Zuschläge

Einzelzimmer   € 470,-


Im Reisepreis enthaltene Leistungen: 

  • Linienflug (economy) ab FRA / MUC / Wien / Zürich nach Delhi und zurück (Abflug von anderen Flughäfen oder Zubringerflug möglich - auf Anfrag)
  • Inlandsflüge Delhi - Leh und Chandigarh- Delhi 
  • Deutschsprachige Reiseleitung von Brigitte Scharna
  • Übernachtungen in komfortablen Hotels im Industal, in Kargil, Keylong und Naggar sowie in einfachen Gästehäusern in Zanskar, jeweils laut Reiseverlauf.
  • 1 x Tageszimmer in Delhi im 3-Sterne-Hotel mit Dusche/Bad und WC
  • Mahlzeiten laut Reiseverlauf (F/M/A)
  • Eintrittsgebühren entsprechend dem Reiseverlauf 
  • Hilfe bei der Ausfüllung und Vorbereitung der Unterlagen für das Visum 

Eigenleistungen: 

  • Persönliche Reiseversicherung 
  • Visumgebühren für Indien (e-Visum 25 ,- USD,  Jahresvisum ca. 40,- USD )
  • Trinkgelder 80 € p.P.  
  • Kosten, die sich aus unvorhergesehenen Umständen ergeben können Zusatzkosten, die durch  Flugausfälle entstehen können. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, eine Reiseversicherung inkl. Reiseabbruchversicherung.  




Reiseleitung: Brigitte Scharna

Brigitte Scharna ist in Hannover geboren. Sie studierte Sinologie, Religionswissenschaften und Ethnologie an der Freien Universität Berlin. Unzählige Reisen vor, während und nach ihrem Studium führten sie durch viele Teile Asiens. Immer wieder fasziniert und angezogen von Indien und insbesondere dem Himalaya, lebt sie heute meist in Naggar, im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Seit 1995 ist sie auch für mehrere namhafte Reiseveranstalter in Asien tätig, hauptsächlich in Indien, Nepal und Bhutan.


Detailprogramm als Download

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