Mystisches Zanskar

Die kulturellen Höhepunkte und Wanderungen zu idyllischen
Dörfern in West Ladakh und im entlegenen Zanskar Region


Termin:  08.08. - 23.08.2027

Gruppengröße: 5 - 10 Personen

Reisedauer: 16 Tage

englischsprachige Reiseleitung

3690 Euro p.P.


           3.660 m                       1-2                              14 x                        keine  


HÖHEPUNKTE  

  • Kultur- & Wanderreise in einem – ausgewogene Mischung aus Begegnungen, Kultur und Natur
  • Besichtigungen zahlreicher beeindruckender und bedeutender Klöster
  • Unberührte Hochgebirgslandschaften Zanskars – Fahrt durchs Suru‑Tal vorbei an den 7.000ern Nun & Kun und weiter über den Pensi‑La
  • Authentische Begegnungen mit Zanskaris in abgelegenen Dörfern und Besuch des Klosterfests vo Sani
  • Aufstieg zum Höhlenkloster Phuktal entlang des Tsarap‑Chu – ein mystisches, unvergessliches Erlebnis
  • Nubra-Tal: ein Zauber zwischen dem Karakorum und der Ladakh Gebirgskette

Die Regionen Ladakh und Zanskar nördlich des Himalaya-Hauptkamms sind Ziel dieser abwechslungsreichen Kultur- und Wanderreise. Ein eindrucksvoller Flug von Delhi über die Bergketten des Himalaya bringt uns in die Indus-Hochebene nach Leh auf rund 3.500 m. Die ersten Tage verbringen wir bewusst ruhig und geben unserem Körper Zeit zur Höhenanpassung. Bei Spaziergängen durch Leh sowie dem Besuch der ehemaligen Königspaläste von Stok und Leh erhalten wir zugleich erste Einblicke in die Geschichte und Kultur Ladakhs. 


Anschließend führt uns die Reise nach West-Ladakh. Im Kloster Likir begegnen wir der lebendigen buddhistischen Tradition, bevor wir über Yangthang zum Tsermangchan La fahren und hinunter nach Hemis Shukpachan wandern. Das grüne Dorf mit seinen Feldern, Bächen und alten Wacholderbäumen bildet einen schönen Kontrast zur kargen Bergwelt. Bei der Übernachtung in einer ladakhischen Gastfamilie erhalten wir einen persönlichen Einblick in das dörfliche Leben. Am folgenden Tag besuchen wir den kunsthistorisch bedeutenden Tempel von Wanla und spazieren durch das traditionelle Dorf. Danach erreichen wir Lamayuru mit seinem berühmten Kloster und der faszinierenden „Mondlandschaft“. 


Über die aussichtsreichen Pässe Fotu La und Namika La setzen wir unsere Reise in Richtung Kargil fort. Unterwegs unternehmen wir eine Wanderung zu den abgelegenen Meditationshöhlen von Phokar-Dzong, einem bedeutenden Pilgerort der Region. Danach führt uns die Route durch das überraschend grüne Suru-Tal. Vorbei an Panikhar und Parkachik begleitet uns der Blick auf das mächtige, vergletscherte Nun-Kun-Massiv. Bei Rangdum verändert sich die Landschaft und zugleich der kulturelle Charakter der Region: Gebetsfahnen, Chörten und Mani-Mauern kündigen das buddhistisch geprägte Zanskar an. Über den Pensi La erreichen wir schließlich Padum, den Hauptort des abgeschiedenen Zanskar-Tals. 


In Zanskar nehmen wir uns mehrere Tage Zeit für Wanderungen, Klöster und Begegnungen mit den Menschen. Wir wandern entlang des Zanskar-Flusses von Pishu nach Pidmo und besuchen Zangla sowie das hoch über dem Tal gelegene Kloster Stongde. Ein besonderer kultureller Höhepunkt ist das Naro-Nasjal-Klosterfest in Sani, bei dem Pilgerinnen und Pilger aus verschiedenen Teilen Zanskars zusammenkommen und traditionelle Maskentänze aufgeführt werden. Anschließend besuchen wir das bedeutende Kloster Karsha und das nahe gelegene Nonnenkloster. Ein weiterer Höhepunkt ist der Ausflug zum berühmten Phuktal-Kloster. Nach einer leichten Wanderung erreichen wir die spektakulär an einer Felswand über dem Tsarap-Chu gelegene Anlage. Wohnräume und Tempel schmiegen sich rund um eine natürliche Höhle und machen Phuktal zu einem der außergewöhnlichsten Klöster des westlichen Himalaya. Auf dem Rückweg besuchen wir außerdem das eindrucksvoll gelegene Bardan-Kloster.

Von Zanskar führt uns die neue Straße durch die eindrucksvolle Zanskar-Schlucht zurück nach Leh. Die Strecke folgt über weite Abschnitte dem Zanskar-Fluss, der im Winter durch den berühmten Chadar Trek bekannt ist. Nach einem freien Nachmittag in Leh beginnt der letzte Teil unserer Reise: Über den hohen Khardung La fahren wir in das Nubra-Tal. In Diskit besuchen wir das hoch über dem Tal gelegene Kloster und die große Maitreya-Statue, bevor wir zwei Nächte in Hunder verbringen.


Ein Tagesausflug führt uns zur abgeschiedenen Ensa Gompa und zum Samstanling-Kloster bei Sumur. Kleine Dörfer, grüne Felder, weite Sandflächen und die Flusstäler von Shyok und Nubra prägen hier eine ganz andere Landschaft. Wenn es die Zeit erlaubt, besuchen wir auch die Sanddünen von Hunder. Anschließend kehren wir nach Leh zurück, wo noch etwas Zeit für einen letzten Bummel bleibt, bevor wir nach Delhi fliegen.


So verbindet diese Reise die kulturellen Höhepunkte Ladakhs und Zanskars mit leichten bis mittelschweren Wanderungen, abgelegenen Klöstern, traditionellen Dörfern und einem lebendigen Klosterfest. Die Fahrt durch die Zanskar-Schlucht und der abschließende Aufenthalt im Nubra-Tal machen die Reise besonders abwechslungsreich.

08.08.   Hinflug nach Delhi 

Sie fliegen heute Nachmittag in die indische Hauptstadt Delhi. Die Flugzeit beträgt ca. 8 Stunden. Sie werden Delhi gegen Mitternacht erreichen. 


09.08.  Weiterflug nach Leh & erste Eindrücke (3.500 m) 

Nach der Ankunft in Delhi und einem kurzen Aufenthalt am Flughafen fliegen Sie weiter nach Leh. Bei klarer Sicht bietet der Flug eindrucksvolle Ausblicke auf die Bergketten des Himalaya. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel. Bis zum späten Nachmittag ruhen wir uns aus – diese erste Ruhephase ist für die Höhenanpassung auf rund 3.500 m besonders wichtig.


Am späten Nachmittag unternehmen wir einen ersten gemütlichen Spaziergang vom Hotel in Richtung Leh Market. Unterwegs kommen wir an einer Wechselstube vorbei, sodass bei Bedarf Geld gewechselt werden kann. Anschließend schlendern wir durch den weitgehend autofreien Hauptmarkt von Leh und gewinnen einen ersten Eindruck vom Leben in der ladakhischen Hauptstadt. Über den Häusern erhebt sich im Hintergrund der historische Leh-Palast und prägt eindrucksvoll das Stadtbild.

Nach einem entspannten Rundgang kehren wir langsam zum Hotel zurück. Am Abend genießen wir unser erstes gemeinsames Abendessen im Hotel.

2 Übernachtungen im Hotel in Leh (3.500 m), (F/M/A) 


10.08.   Die Paläste von Stok und Leh 

Nach einem späten Frühstück fahren wir nach Stok und besuchen den Stok Palace, der bis heute mit der ladakhischen Königsfamilie verbunden ist. Der Palast wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet und später zum Sitz der Namgyal-Dynastie. Im kleinen Palastmuseum erhalten wir einen interessanten Einblick in die Geschichte des Königshauses. Zu sehen sind unter anderem wertvolle Thangkas, zeremonielle Gewänder, Schmuckstücke und der traditionelle, mit Türkisen besetzte Kopfschmuck der Königin. Anschließend fahren wir zurück nach Leh und essen gemeinsam zu Mittag. Der frühe Nachmittag bleibt bewusst frei, damit wir uns weiter an die Höhe gewöhnen und etwas erholen können.


Am späteren Nachmittag besuchen wir den oberhalb der Altstadt gelegenen Leh Palace. Der imposante neunstöckige Palast wurde im 17. Jahrhundert unter König Sengge Namgyal errichtet und war über viele Generationen der politische und königliche Mittelpunkt Ladakhs. Nach der Dogra-Eroberung im 19. Jahrhundert verlegte die Königsfamilie ihren Sitz nach Stok – so begegnen uns an diesem Tag zwei unterschiedliche Kapitel derselben königlichen Geschichte.

Von den oberen Etagen des Palastes genießen wir einen weiten Blick über die Altstadt von Leh, das Industal und die umliegenden Berge. Anschließend spazieren wir gemütlich durch die engen Gassen der Altstadt hinunter zum Leh-Markt und von dort zurück zu unserem Hotel.

Fahrzeit 2 Std., Gehzeit 1 Std. (F/M/A) 


11.08. Über Likir nach West-Ladakh – leichte Wanderung nach Hemis Shukpachan

Heute verlassen wir Leh und fahren auf dem Leh–Srinagar Highway in Richtung West-Ladakh. Bei Likir biegen wir in ein Seitental ab und besuchen das oberhalb des Dorfes gelegene Likir-Kloster. Die weitläufige Anlage gehört zur Gelugpa-Tradition des tibetischen Buddhismus und beherbergt auch eine Klosterschule für junge Mönche. Wir besichtigen unter anderem die Versammlungshalle, verschiedene Gebetsräume und den Raum der Schutzgottheiten.


Anschließend fahren wir über das Dorf Yangthang hinauf zum Tsermangchan La (ca. 3.750 m). Nach einer kurzen Pause auf der Passhöhe beginnen wir unsere leichte Wanderung hinunter nach Hemis Shukpachan. Schon unterwegs genießen wir schöne Ausblicke auf das grüne Tal und die umliegende Berglandschaft.

Hemis Shukpachan gehört zu den reizvollsten Dörfern West-Ladakhs. Seinen Namen verdankt der Ort den alten Wacholderbäumen am Dorfrand, die von den Bewohnern als heilig verehrt werden. Mehrere Bäche durchziehen das Tal und bewässern Gerstenfelder, Weiden sowie Aprikosen- und Apfelgärten. Wacholder spielt auch im tibetischen Buddhismus eine wichtige Rolle und wird traditionell bei religiösen Zeremonien als Räucherwerk verwendet.

Am Nachmittag bleibt Zeit, die ruhige dörfliche Atmosphäre zu genießen. Bei einem kleinen Spaziergang erkunden wir das Dorf und besuchen, wenn möglich, einen der kleinen Tempel. Die Übernachtung bei einer ladakhischen Gastfamilie gibt uns zudem einen persönlichen Einblick in das Leben der Menschen.

Fahrzeit ca. 2 Std., Gehzeit ca. 1 Std., 1 Übernachtung im Gasthaus in Hemis Shukpachan (F/M/A) 


12.08. – Durch die faszinierende Mondlandschaft nach Lamayuru 

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst nach Wanla, einem idyllisch gelegenen Dorf in einem abgelegenen Seitental. Oberhalb des Ortes besuchen wir den aus dem 14. Jahrhundert stammenden Tempel. Seine Wandmalereien sind kunsthistorisch besonders interessant, da sie den Übergang von kaschmirisch geprägter zu tibetischer buddhistischer Kunst erkennen lassen.

Anschließend spazieren wir vom alten Tempel- und Festungsbereich durch das traditionelle Dorf hinunter. Der Weg führt vorbei an alten Lehmhäusern und kleinen Feldern bis zum Wanla-Bach, wo unser Fahrzeug auf uns wartet.


Danach fahren wir weiter nach Lamayuru und beziehen unser Hotel, von dem sich ein schöner Blick auf das Kloster und die berühmte „Mondlandschaft“ eröffnet. Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir hinauf zum Kloster Yungdrung Tharpaling. Die eindrucksvoll in die bizarre Felslandschaft eingebettete Klosteranlage gehört zu den ältesten und bedeutendsten Klöstern Ladakhs. Wir besichtigen die Gebetshallen und erhalten einen Einblick in das religiöse Leben der Mönche.


Zum Abschluss spazieren wir vom Kloster durch das alte Dorf Lamayuru hinunter, vorbei an traditionellen Häusern und engen Gassen. Dabei erleben wir die besondere Atmosphäre dieses alten Klosterdorfes noch einmal aus nächster Nähe.

Fahrzeit ca.1,5 Std., leichte Spaziergänge, 1 Übernachtung im Hotel in Lamayuru (F/M/A)


13.08. Über Fotu La und Namika La nach Phokar-Dzong und Kargil

Nach dem Frühstück verlassen wir Lamayuru und fahren auf der landschaftlich eindrucksvollen Straße in Richtung Kargil. Zunächst überqueren wir den Fotu La (ca. 4.108 m), den höchsten Pass auf der Strecke zwischen Leh und Srinagar, und anschließend den Namika La (ca. 3.700 m). Unterwegs eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke auf die kargen Bergketten West-Ladakhs.

Danach unternehmen wir einen Abstecher in das abgelegene Tal von Phokar-Dzong. Von hier wandern wir durch eine enge Schlucht zu den Meditationshöhlen, einem bedeutenden Pilgerort der Region. Der Überlieferung nach soll bereits Guru Padmasambhava hier meditiert haben. Gebetsfahnen und kleine Heiligtümer verleihen diesem stillen Ort eine besondere Atmosphäre.


Nach einer Pause wandern wir zurück ins Tal. Wenn es die Zeit erlaubt, besuchen wir anschließend den kleinen Felsentempel von Shargol, der eindrucksvoll in eine steile Felswand gebaut wurde. Danach setzen wir unsere Fahrt nach Kargil fort, wo wir am späten Nachmittag unser Hotel erreichen.

Fahrzeit ca. 4–5 Std., Gehzeit ca. 2–3 Std., 1 Übernachtung im Hotel in Kargil (F/M/A)


14.08. – Weiterfahrt über Rangdum und den Pensi‑La nach Padum 

Nach dem Frühstück setzen wir die Reise durch das obere Suru‑Tal fort und passieren die letzten baltischen Dörfer Panikhar und Parkachik – stets begleitet von grandiosen Blicken auf das vergletscherte Nun‑ und Kun‑Massiv (über 7.000 m). Die Hänge sind von Gletscherzungen und weiten Almwiesen überzogen; das Tal wird zunehmend enger, bevor sich unvermittelt die weite Hochebene von Rangdum öffnet. Gebetsfahnen, Manimauern und Chörten markieren den Übergang ins buddhistisch geprägte Zanskar, nachdem wir das mehrheitlich islamische Suru‑Tal durchquert haben.


In Rangdum (ca. 4.200 m) besichtigen wir das auf einem Felsrücken mitten im Hochtal erbaute Kloster – ein stimmungsvoller Ort, um die Stille der Hochgebirgslandschaft zu erleben. Anschließend folgt die Straße hinauf zum Pensi‑La, dem „Tor nach Zanskar“. Vom Pass eröffnen sich eindrucksvolle Panoramablicke auf die schneebedeckten Gipfel der Zanskar‑Kette; bei klarer Sicht ist auch der mächtige Drang‑Drung‑Gletscher zu erkennen.


Am späten Nachmittag erreichen wir Padum, die Distriktshauptstadt Zanskars (ca. 3.650 m). Der Ort zählt nur rund 1.500 Einwohner, liegt auf einer hochgelegenen Ebene und ist von Bergen bis über 6.000 m umgeben. Unweit von Padum vereinen sich Lingti und Doda zum Zanskar‑Fluss. Die grandiose Landschaft mit zahlreichen Pausen- und Fotostopps lässt die mitunter lange und rumpelige Fahrt rasch vergessen; nicht selten sehen wir Yak‑Herden und Murmeltiere entlang des Weges.

Fahrzeit: ca. 5–6 Std. · 4 Übernachtungen in Padum (Gästehaus, ca. 3.660 m) · (F/M/A)


15.08.   3-stündige Wanderung und Zangla, der ehemalige Regierungssitz der Könige von Zanskar

Heute unternehmen wir eine ausgedehnte Wanderung in der grandiosen Bergwelt Zanskars. Start ist an der Brücke bei Pishu: Mit leichtem Tagesrucksack folgen wir einem schmalen Tal zwischen steil aufragenden, farbwechselnden Felswänden und gehen anschließend entlang des Zanskar‑Flusses nach Pidmo. Ein kurzer Aufstieg führt auf eine Ebene, von der wir ins Dorf gelangen. Nach einem Dorfrundgang geht es zur Fußgängerbrücke über den Zanskar; auf der gegenüberliegenden Seite werden wir von unseren Fahrzeugen abgeholt.


Je nach Zeitplan schließt sich ein Abstecher nach Zangla an – ehemaliger Regierungssitz der Könige von Zanskar. Ein kurzer Fußweg führt zur Palastruine/Wehrburg auf einem Hügel; von oben eröffnen sich Panoramablicke über das Zanskar‑Tal. 

Auf dem Rückweg besuchen wir das auf einem Felsvorsprung thronende Kloster Stongde (Stongdey): Über eine schmale Asphaltstraße erreichen wir das Kloster, dessen stille Atmosphäre und weite Ausblicke ins Tal beeindrucken. Zwischen Mönchsklausen, Tempeln und Versammlungshallen nehmen wir uns Zeit – mit etwas Glück lauschen wir den Rezitationen der Mönche. Wer möchte, kann vom Kloster aus zu Fuß absteigen und einen Spaziergang durch die Felder unternehmen. Anschließend Rückfahrt nach Padum.

Fahrzeit: ca. 1½–2 Std. gesamt (Transfers) · Wanderung: ca. 3–4 Std. · Ü: Padum · (F/M/A)


16.08.  Sani Naro‑Nasjal Klosterfest & Besuch von Karsha

Vormittags tauchen wir in das Klosterfest von Sani (Naro‑Nasjal) ein. Pilgerinnen und Pilger aus weiten Teilen Zanskars kommen in bunten Trachten zusammen; die Maskentänze – darunter der Schwarzhut‑Tanz – symbolisieren den Sieg des Guten über das Böse. Am Kloster steht der Kanishka‑Stupa, der der Überlieferung nach auf den kaschmirischen König Kanishka (2. Jh.) zurückgeht. Wir nehmen uns Zeit, das Treiben zu beobachten und die festliche Atmosphäre aufzunehmen.

Nach einem Picknick am Mittag fahren wir nach Karsha. Spektakulär an einem Hang über dem Tal gelegen, ist Karsha das bedeutendste Gelugpa‑Kloster Zanskars (Schule der Gelbmützen) und Heimat von rund 100 Lamas. Von den Terrassen bieten sich fantastische Blicke auf Padum und das Zanskar‑Tal. In der Nähe besuchen wir auch das Nonnenkloster von Karsha. Je nach Kondition besteht die Möglichkeit zu einer leichten 1‑stündigen Wanderung hinab nach Padum; alternativ erfolgt die Rückfahrt per Fahrzeug.

Fahrzeit: ca. 2 Std. gesamt · Wanderung: ca. 1–2 Std. (optional) · Ü.: Padum · (F/M/A)


17.08. – Tagesausflug zum Höhlenkloster Phuktal

Frühmorgens fahren wir auf der inzwischen asphaltierten Straße durch mehrere Seitentäler nach Purne am Tsarap-Chu. Von hier aus geht es über die neu angelegte Straße bis zu einer Brücke, die den Fluss überspannt; dort beginnt ein rund einstündiger Aufstieg auf gut begehbarem Weg zum Kloster. Unterwegs bieten sich immer wieder spektakuläre Tiefblicke auf den reißenden, türkis leuchtenden Tsarap-Chu, während das Morgenlicht die an die Felswand geklebte Klosteranlage eindrucksvoll in Szene setzt.


Phuktal gilt als das faszinierendste Höhlenkloster Zanskars: Die einfachen Wohnräume der Mönche scheinen am Fels zu hängen, die Tempel reichen bis in die natürliche Öffnung der Höhle hinein. In ihr entspringt eine kleine Quelle, die dem Ort seine besondere Heiligkeit verleiht und mit der Legende dreier erleuchteter Brüder verbunden ist, die den Gelehrten Sherap Zangpo hierher geführt haben sollen. Später wurden Mönche des Gelugpa-Ordens („Gelbmützen“) eingesetzt; besonders sehenswert ist der Lhakhang Nyingpa mit seinen eindrucksvollen Wandmalereien. Nach der Besichtigung steigen wir zur Brücke ab, fahren zurück nach Purne, nehmen dort im Gästehaus unser Mittagessen ein und setzen anschließend die Route nach Padum fort. Bevor wir die Hauptstadt Zanskars erreichen, halten wir am spektakulär gelegenen Bardan-Kloster, das im 17. Jahrhundert gegründet wurde und zu den wenigen Rotmützenklöstern der Region zählt. Nach dem Rundgang geht es weiter auf der letzten, etwa 13 Kilometer langen Etappe nach Padum, wo wir am frühen Abend ankommen und in unser Gästehaus einchecken.

Fahrzeit 4 Std. Wanderung: ca. 1,5 Std. gesamt · Ü.: Padum · (F/M/A)


18.08. Auf der neuen Straße durch die Zanskar-Schlucht zurück nach Leh

Nach dem Frühstück verlassen wir Zanskar und fahren auf der neu ausgebauten Nimmu–Padum–Darcha-Straße zurück nach Leh. Die spektakuläre Route folgt über weite Strecken dem tief eingeschnittenen Tal des Zanskar-Flusses und eröffnet immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf schroffe Felswände, enge Schluchten und die wilde Hochgebirgslandschaft.

Dieser Abschnitt des Zanskar-Flusses ist auch durch den berühmten Chadar Trek bekannt. In den Wintermonaten, wenn der Fluss teilweise zufriert, diente seine Eisdecke traditionell als Verbindung zwischen den abgelegenen Dörfern Zanskars und Ladakh. Heute erleichtert die neue Straßenverbindung den Zugang zu dieser zuvor nur schwer erreichbaren Region.

Gegen Mittag erreichen wir Leh und beziehen wieder unser Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und dient vor allem der Erholung. Am nächsten Tag erwartet uns mit der Fahrt über den hohen Khardung La in das Nubra-Tal ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt unserer Reise.

Fahrzeit ca. 3-4 Std., 1 Übernachtung im Hotel in Leh (F/M/A) 


19.08.   Ausflug ins Nubratal

Nach dem Frühstück fahren wir über den Khardung La (ca. 5.359 m) – einen der höchsten befahrbaren Pässe der Welt – hinein in das bezaubernde Nubra-Tal. Unterwegs begegnen wir mit etwas Glück Yaks und anderen einheimischen Tieren, zum Beispiel Murmel­tieren. Nach der Passüberquerung machen wir im ersten Gebirgsdorf Khardong Halt und gewinnen bei einem kleinen Spaziergang einen Eindruck vom Leben in dieser Höhe. Im Nubra-Tal prägen zwei große Flüsse die Landschaft: Shyok und Nubra. In Diskit, dem wichtigsten Ort des Tals, besuchen wir das eindrucksvoll auf einem Felsen gelegene Diskit-Kloster (Gelugpa / „Gelbmützen“) mit spektakulärem Blick über das Tal. Besonders beeindruckend ist die große Maitreya-Buddha-Statue (ca. 32 m/106 ft), deren Bau 2006 begann und die 2010 geweiht wurde. Innerhalb der Klosterräume und speziell im Gonkhang (Raum der Schutzgottheiten) befinden sich zahlreiche Malereien und Statuen verschiedener tantrischer Gottheiten. Die verhüllten Gesichter dieser teils sehr zornvollen Schutzgottheiten werden alljährlich nur an zwei Tagen während eines Festes von ihren Verhüllungen befreit. Es umgibt uns eine sehr mystische Atmosphäre, die schwer in Worte zu fassen ist. Anschließend fahren wir weiter nach Hunder und checken im Resort ein.

Fahrzeit 4-5 Std.,  2 Übernachtungen im Resort in Hunder auf 3.100 m (F/M/A)


20.08.   Ausflug zur Ensa Gompa & zum Samstanling-Kloster (Sumur) 

Heute unternehmen wir einen Tagesausflug auf die andere Seite des Shyok-Flusses in ein stilles Seitental des Nubra. Die Fahrt führt entlang des Nubra-Flusses durch eine faszinierende Hochgebirgslandschaft – vorbei an kleinen traditionellen Dörfern, Feldern und sandigen Ebenen. Unser erstes Ziel ist die Ensa Gompa – eine abgeschieden gelegene, heilige Einsiedelei hoch über dem Tal. Der kurze Aufstieg lohnt sich: Oben genießen wir weite Ausblicke auf das Nubra-Tal und erleben die besondere Ruhe dieses spirituellen Ortes. Kleine Chörten, Gebetsfahnen und die schlichte Klosteranlage verleihen dem Platz eine intensive, fast zeitlose Atmosphäre.

Auf dem Rückweg besuchen wir das Samstanling-Kloster bei Sumur. Es gilt als eines der schönsten Klöster im Nubra-Tal: ein harmonischer Komplex mit farbenfrohen Innenräumen, eindrucksvollen Wandmalereien und einer friedlichen, lebendigen Klosterstimmung. Nach dem Besuch spazieren wir durch das Dorf Sumur und bekommen einen Einblick in den Alltag der Region. Anschließend fahren wir zurück nach Hunder. Wenn es die Zeit erlaubt, unternehmen wir am späten Nachmittag noch einen Spaziergang zu den Sanddünen von Hunder.

Fahrzeit 2-3 Std., Übernachtung in Hunder (F/M/A)


21.08.  Fahrt zurück nach Leh

Am Morgen fahren wir zurück nach Leh, das wir am Mittag erreichen werden. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Leh bietet sich dazu an, einige Souvenirs zu erstehen, die Auswahl ist hier sehr groß. Sie reicht von kostbaren Paschmina Schals bis hin zu tibetischem Schmuck. Es gibt viele gemütliche Cafés mit Dachterrassen, von denen aus man das bunte Treiben auf der Basarstraße gut beobachten kann. Auch ein Aufstieg zur Shanti Stupa am späten Nachmittag lohnt sich, der Ausblick auf  Leh ist grandios. Am Abend werden wir bei einem gemeinsamen Abendessen die eindrucksvolle und abwechslungsreiche Reise nach Ladakh beschließen, ehe es am nächsten Morgen nach Delhi geht. 

Fahrzeit 4-5 Std., 1 Übernachtung im Hotel in Leh, (F/M/A)  


22.08. Abschied von Ladakh – Flug nach Delhi 

Heute Vormittag heißt es Abschied nehmen von Ladakh. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen von Leh und treten unseren Flug nach Delhi an. Noch einmal genießen wir aus der Luft eindrucksvolle Ausblicke auf die gewaltige Bergwelt des Himalaya, bevor wir Ladakh hinter uns lassen und in die Ebene Nordindiens hinabfliegen.

Nach unserer Ankunft in Delhi werden wir am Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel in Flughafennähe gebracht. Aufgrund der sommerlichen Hitze steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Sie können sich im Hotel entspannen und die Annehmlichkeiten der Hotelanlage nutzen. Am Abend treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen im Hotel und lassen die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal in Ruhe Revue passieren.  

Flugzeit: ca. 1 Std., Fahrzeit: ca. 30 Min. 1 Übernachtung/Tageszimmer im Flughafenhotel in Delhi (F/A)) 


23.08.   Heimflug und Ankunft in Deutschland / Österreich / in der Schweiz

Je nach individueller Abflugzeit organisieren wir den Transfer ca. 3,5 Stunden vor Abflug zum Terminal. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Rückflug und eine gute Heimkehr. 



F = FRÜHSTÜCK,  M = MITTAGESSEN,  A = ABENDESSEN


Programmänderungen (wegen kurzfristige  Wetterverhältnissen, Straßen- und Wegzustand, Flugverzögerungen, Anordnungen der Behörden etc.) bleiben ausdrücklich vorbehalten!


Wanderungen

Anforderung: leicht bis mittel

Die Wanderungen während der Reise dauern in der Regel etwa 2–4 Stunden und werden in gemächlichem Tempo durchgeführt. Nach den ersten Tagen zur Akklimatisation in Leh und Umgebung sind sie für trittsichere Teilnehmer mit normaler Kondition gut zu bewältigen. Sie tragen lediglich einen leichten Tagesrucksack; das Hauptgepäck wird im Begleitfahrzeug transportiert.

Die längste Wanderung führt zu den Meditationshöhlen von Phokar-Dzong und dauert insgesamt etwa 3 Stunden. Unterwegs sind einige kleine Wasserläufe zu queren. Der Pilgerweg wird regelmäßig instand gehalten; an einzelnen Stellen erleichtern kurze Metallstege bzw. kleine Leitern den Übergang. Wer an dieser Wanderung nicht teilnehmen möchte, kann vor Ort ein alternatives, leichteres Programm mit unserer Reiseleitung vereinbaren.


Unterkünfte

Im Industal, in Kargil und im Nubra-Tal übernachten Sie in landestypischen, gepflegten bis sehr guten Hotels mit eigener Dusche und WC. In Zanskar sind die Unterkünfte etwas einfacher; wir wohnen dort in guten Hotels bzw. Gästehäusern, ebenfalls mit privatem Bad. Die meisten Übernachtungsorte liegen auf etwa 3.270–3.660 m Höhe.


Fahrzeiten & Straßenverhältnisse

Auf einigen Etappen sind längere Fahrzeiten einzuplanen. Wir reisen durch abgelegene Regionen des Himalaya, in denen die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich sein können. Witterung, Straßenzustand oder kurzfristige lokale Gegebenheiten können gelegentlich Änderungen im Reiseablauf erforderlich machen. Flexibilität und eine gewisse Toleranz gehören daher zu dieser Reise dazu.


Verpflegung

In den Unterkünften wird überwiegend vegetarisch gekocht; häufig wird zusätzlich ein Fleischgericht, meist mit Huhn, angeboten. Zum Frühstück gibt es eine Mischung aus westlichen, indischen und ladakhischen Speisen. Mittags und abends werden meist Reis, verschiedene Gemüse-Currys sowie indische, chinesische oder ladakhische Gerichte serviert.

An längeren Fahrtagen und während der Klosterfeste erhalten wir teilweise Lunchpakete. Tee und Kaffee sind unterwegs erhältlich. In den Unterkünften können außerdem Getränke wie Mineralwasser, Softdrinks und teilweise Bier gekauft werden.

Bitte teilen Sie uns Allergien, Unverträglichkeiten oder besondere Verpflegungswünsche spätestens vier Wochen vor Reisebeginn mit.


Klima & Temperaturen

Ladakh und Zanskar besitzen ein trockenes Hochgebirgsklima und liegen weitgehend im Regenschatten des Himalaya. Während der Sommermonate sind die Tage meist angenehm warm, während es morgens, abends und in höheren Lagen deutlich kühler werden kann. Wetterumschwünge sind im Hochgebirge jederzeit möglich.


Visum für Indien

Das Visum für Indien muss vor der Reise von Ihnen selbst beantragt werden. Die Beantragung erfolgt in der Regel online als E-Visum. Ausführliche Informationen zum Antragsverfahren und die entsprechenden Hinweise erhalten Sie rechtzeitig von uns.

REISEPREIS

pro Person im doppelzimmer   € 3690,-


Zuschläge

Einzelzimmer             € 470,-


Im Reisepreis enthaltene Leistungen: 

  • Linienflug (economy) ab FRA / MUC / Wien / Zürich nach Delhi und zurück  (Abflug von weiteren Flughäfen auf Anfrage)
  • Inlandsflüge Delhi - Leh - Delhi 
  • Englischsprachiger ladakhischer Reiseleiter Tonyot Namgyal
  • Alle Transfers im komfortablen Geländewagen; pro Fahrzeug 3–4 Gäste
  • Örtliche Betreuung und Flughafentransfers in Delhi 
  • Übernachtungen in Leh, Kargil und im Nubra-Tal in gepflegten bis sehr guten Hotels mit Dusche/WC
  • Übernachtungen in Zanskar in einfacheren Hotels bzw. Gästehäusern mit privatem Bad 
  • 1 x Übernachtung/Tageszimmer im Flughafenhotel in Delhi mit Dusche/WC
  • Mahlzeiten laut Reiseverlauf F/M/A
  • Eintrittsgebühren entsprechend dem Reiseverlauf 
  • Hilfe bei der Ausfüllung und Vorbereitung der Unterlagen für das Visum 

Eigenleistungen: 

  • Persönliche Reiseversicherung 
  • Visumgebühren für Indien (e-Visum 25 ,- USD,  Jahresvisum ca. 40,- € )
  • Trinkgelder 80 € p.P.  
  • Kosten, die sich aus unvorhergesehenen Umständen ergeben können Zusatzkosten, die durch  Flugausfälle entstehen können. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, eine Reiseversicherung inkl. Reiseabbruchversicherung.  



Reiseleitung: Tonyot Namgyal

Tonyot, der aus Ladakh stammt, ist sowohl ein erfahrener Bergführer als auch ein begeisterter Kulturvermittler. Im Team von Amitabha ist er seit vielen Jahren tätig. Zusammen mit Tonyot werden Sie eine landschaftlich überaus reizvolle und gleichzeitig kulturell sehr interessante und beeindruckende Reise erleben. Tonyot spricht neben Ladakhi, Tibetisch und Hindi natürlich auch sehr gut Englisch.


Detailprogramm als Download

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