Die Blaue Perle der Mongolei 

Von der Hauptstadt in den wilden Norden – zum Khuvsgul-See
und durch einzigartige Landschaften ins einstige Machtzentrum Dschingis Khaans


Termine:

 13.08. - 27.08.2027

Gruppengröße: 4 - 8 Personen

Reisedauer: 15 Tage

deutschsprachige Reiseleitung

4130 Euro p.P.


        2.060 m                 1                         2 x                      11 x                   keine 


HÖHEPUNKTE  

  • Der hohe Norden mit der „Meeresmutter“ Khuvsgul – die Blaue Perle der Mongolei
  • Das eindrucksvolle Amarbayasgalant-Kloster – inmitten einsamer Steppenlandschaft
  • Der erloschene Vulkan Uran Togoo und der Terkhiin-Tsagaan-Nationalpark mit Moränensteppe und Hochgebirge
  • Besuch des berühmten Klosters Erdene Zuu in Kharakhorum
  • Übernachtungen in traditionellen Jurten – authentisches Nomadenfeeling
  • Besichtigung der Hauptstadt Ulaanbaatar mit dem Gandan-Kloster und spannenden Einblicken in das moderne Stadtleben

Diese Rundreise durch Nord- und Zentralmongolei verbindet kulturelle Höhepunkte mit eindrucksvollen Landschaften: heilige Klöster, Vulkane, klare Flüsse, tiefe Seen und die Weite der Steppe. Ausgangs- und Endpunkt ist Ulaanbaatar. Nach dem Non-Stop-Flug aus Europa lernen wir bei einem Willkommensfrühstück, dem Besuch des Gandan-Klosters und – je nach Zeit – des Chinggis-Khaan-Museums die Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne kennen.


Danach verlassen wir die Stadt und fahren in den Norden. Die Steppe öffnet sich, Jurten und Herden prägen das Bild. Ziel ist das abgelegene Kloster Amarbayasgalant, in einem grünen Tal gelegen und eines der bedeutendsten buddhistischen Zentren des Landes. Am nächsten Morgen besichtigen wir die Anlage in Ruhe, bevor wir über die Bergbaustadt Erdenet in die Provinzstadt Bulgan weiterfahren und dort einen Eindruck vom Alltag in einer mongolischen Kleinstadt erhalten.


Nächste Station ist der erloschene Vulkan Uran Togoo, den wir in einer kurzen Wanderung bis zum Kraterrand erklimmen. Anschließend geht es über Mörön weiter in ein abgelegenes Tal zum Delger-Fluss. In einem Ger-Camp am Ufer genießen wir die Stille, das Rauschen des Wassers und die klare Luft.


Von hier fahren wir weiter zum Khuvsgul-See, der „Blauen Perle der Mongolei“. Unterwegs besuchen wir die bronzezeitliche Stätte Uushgiin Uvur mit ihren Hirschsteinen. Am Ufer des Khuvsgul-Sees verbringen wir zwei Nächte in einem Ger-Camp. Eine Bootsfahrt zu Rentierzüchtern (Tsaatan) und eine Wanderung entlang des Sees oder auf einen der umliegenden Hügel geben Einblick in das Leben der Menschen und bieten großartige Ausblicke auf Wasser und Berge.


Über landschaftlich reizvolle Pässe setzen wir die Reise Richtung Zentralmongolei fort. Blumenübersäte Hänge und weite Täler begleiten uns auf dem Weg zum Ulziit-Khishig-Camp, malerisch an einem Berghang gelegen. Unterwegs legen wir kurze Spaziergänge ein und genießen immer wieder die Weite der Steppe.


Am Terkhiin-Tsagaan-See, einem Kratersee im Khorgo-Terkhiin-Tsagaan-Nuur-Nationalpark, erleben wir die vulkanisch geprägte Landschaft: Lavafelder, Moränensteppe und der erloschene Vulkan Khorgo. Wir besuchen eine Nomadenfamilie und haben Zeit für Spaziergänge und eine kleine Wanderung.


Historischer Höhepunkt ist Kharakhorum mit dem Kloster Erdene Zuu, dem ersten großen buddhistischen Kloster der Mongolei. Wir besichtigen Kloster, Museum, Markt und eine Filzwerkstatt, bevor wir in die Nomadengemeinde Gurvanbulag weiterfahren, wo Berge, Steppe und Sanddünen zusammentreffen.


Zum Abschluss kehren wir nach Ulaanbaatar zurück. Ein freier Nachmittag und ein Abschiedsessen mit Folklore runden die Reise ab, bevor wir am nächsten Morgen zurück nach Europa fliegen.

13.08. |  Internationaler Flug nach Ulaanbaatar  

Wir fliegen heute Nachmittag in die Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Flugzeit beträgt ca. 8 Stunden. 


14.08. |  Ankunft in Ulaanbaatar - Hauptstadt der Mongolei  

Am Morgen treffen wir in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar ein. Unser lokaler Reiseleiter erwartet uns bereits am Flughafen und begleitet uns in die Stadt zu einem Willkommensfrühstück. Bevor wir ins Hotel fahren, bietet sich die Gelegenheit, in der Stadt Geld zu wechseln.

Nach einer Erholungspause im Hotel besuchen wir das Gandan-Kloster, das wichtigste buddhistische Kloster der Mongolei. Das Kloster, auch als Gandan Khiid bekannt, wurde 1809 gegründet, ist ein bedeutendes Zentrum des tibetischen Buddhismus und hat die kommunistische Zeit trotz Repressionen überstanden. Nach dem Ende des Sozialismus wurde es wiederbelebt und ist heute ein aktives Kloster, das zahlreiche Pilger und Besucher anzieht. Je nach verbleibender Zeit werfen wir außerdem einen kurzen Blick in das Chinggis-Khaan-Museum. Am Abend lassen wir den Tag in einem gemütlichen Restaurant bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. 

Fahrzeit ca. 1 ½ Std., Übernachtung im Hotel in Ulaanbaatar  (F/A) 



15.08. |  Auf in die einsame Natur und Steppe – Amarbayasgalant, eine der beeindruckendsten Klosteranlagen der Mongolei

Heute verlassen wir die große Hauptstadt und fahren hinaus in die einzigartigen Naturlandschaften des Nordens. Bereits nach einer guten halben Stunde Fahrt sind die letzten Stadtviertel verschwunden, und wir befinden uns in der offenen Steppe: eine weite Landschaft, die nur noch von einzelnen Jurten, grasenden Pferden, Kühen und Ziegen unterbrochen wird – typische Bilder der Mongolei.


Unser heutiges Ziel ist das Kloster Amarbayasgalant, das wir am frühen Nachmittag erreichen. Zunächst folgen wir einer asphaltierten Hauptstraße, doch je weiter wir nach Norden vordringen, desto ruhiger wird der Verkehr und desto einsamer die Gegend. Nach etwa fünf Stunden Fahrt verlassen wir bei Baruunburen die Hauptstraße und folgen einer Schotterpiste rund 30 km durch die Steppe, vorbei an mehreren Nomaden-Jurten, Richtung Nordosten.


Angekommen in Amarbayasgalant ist die lange, manchmal etwas mühsame Anfahrt sofort vergessen: Versteckt in einem grünen Tal, weit entfernt von jeder größeren Siedlung, taucht plötzlich die mächtige Klosteranlage vor uns auf – wie aus dem Nichts. Ein fast mystischer Anblick und einer der eindrucksvollsten Klosterorte der gesamten Mongolei.


Fahrzeit ca. 7-8 Std.,  Übernachtung im Ger Camp (F/M/A) 


16.08. | Amarbayasgalant – über Erdenet nach Bulgan

Am Morgen haben wir Zeit, Amarbayasgalant in aller Ruhe zu erkunden. Nach dem Frühstück spazieren wir durch die weitläufige Klosteranlage, betreten einige der Haupttempel und lassen die besondere Atmosphäre dieses abgelegenen buddhistischen Zentrums auf uns wirken. Das Kloster Amarbayasgalant zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Klosteranlagen der Mongolei. Es wurde im 18. Jahrhundert zu Ehren des großen mongolischen Religionsgelehrten und Künstlers Zanabazar errichtet. Während der politischen Verfolgungen in den 1930er-Jahren wurden Teile der Anlage beschädigt und zerstört. Später erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Bis heute beeindruckt Amarbayasgalant durch seine außergewöhnliche Architektur und seine abgeschiedene Lage inmitten einer grünen Tallandschaft. Seit 2014 steht das Kloster auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe. 


Gegen Mittag verabschieden wir uns von Amarbayasgalant und fahren zurück zur Hauptstraße. Unsere Route führt uns über Erdenet, eine der größten Städte der Mongolei. Auf der Durchfahrt erhalten wir einen Eindruck vom Leben in einer modernen Provinzstadt, die geprägt ist von Bergbau, breiten Straßen und sowjetisch geprägter Architektur – ein interessanter Kontrast zur Stille des Klosters und zur Weite der Steppe.

Am Nachmittag erreichen wir schließlich die Kleinstadt Bulgan (Fahrzeit insgesamt ca. 3 Std. / 180 km). Je nach Ankunftszeit unternehmen wir einen Spaziergang durch den Ort und besuchen einige kulturelle Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel ein kleines Kloster, Denkmäler lokaler Helden oder einen Stadtpark, in dem sich das Alltagsleben der Menschen abspielt. So bekommen wir einen authentischen Einblick in das Provinzleben abseits der großen Touristenzentren.

Fahrzeit ca. 3 Std., Übernachtung im Ger Camp (F/M/A) 



17.08. | Vom Vulkan Uran Togoo an den Delger-Fluss

Nach dem Frühstück verlassen wir Bulgan und fahren zunächst etwa eine Stunde (ca. 70 km) zum erloschenen Vulkan Uran Togoo, der als Naturdenkmal auf einer Fläche von rund 5.800 Hektar unter Schutz steht. Schon von Weitem ist der harmonische Vulkankegel zu erkennen, der sich aus der weiten Hügellandschaft erhebt. Am Fuß des Vulkans beginnen wir unsere Wanderung: Auf einem gut begehbaren Pfad steigen wir in gemächlichem Tempo hinauf zum Kraterrand (ca. 2 Stunden). Oben angekommen, bietet sich ein weiter Blick über die sanften Grashügel und Wälder der Umgebung – ein idealer Ort für eine kleine Pause und Fotos.


Anschließend fahren wir weiter in Richtung Mörön, dem Provinzzentrum von Khövsgöl. Unterwegs bekommen wir einen Eindruck von der Weite Nordmongoleis: wechselnde Landschaften aus Waldsteppe, Feldern und kleinen Siedlungen ziehen an uns vorüber. Nach einem Stopp in Mörön – je nach Zeit zum kurzen Einkauf oder für einen Imbiss – setzen wir unsere Reise fort in ein abgelegenes Tal, bis wir am späten Nachmittag unser Ger Camp am Ufer des Delger-Flusses erreichen. Der Fluss gehört zum Einzugsgebiet des Selenga, das weiter nach Russland und schließlich in den Baikalsee entwässert. In der klaren Luft, begleitet vom Rauschen des Wassers und dem Ruf der Vögel, klingt dieser lange, aber eindrucksvolle Reisetag ruhig aus.


Fahrzeit ca. 6  Std., Wanderzeit 2 -3 Std., Übernachtung im Ger Camp am Delger-Fluss (F/M/A)


18.08. | Die blaue Perle der Mongolei – Khuvsgul-See (1.645 m) 

Nach dem Frühstück im Ger Camp Tultiin Tokhoi am Delger-Fluss brechen wir in Richtung Khuvsgul-See auf. Unterwegs legen wir einen Stopp an der bronzezeitlichen Begräbnisstätte Uushgiin Uvur ein. Bei einem kurzen Rundgang entdecken wir die berühmten Hirschsteine – kunstvoll verzierte Steinstelen aus der Frühzeit der Reiternomaden – und genießen die offene, leicht hügelige Landschaft.

Anschließend setzen wir die Fahrt fort und erreichen nach etwa 1½ Stunden (ca. 110 km) den Khuvsgul-See. Unser Ger Camp liegt direkt am Ufer dieses tiefblauen Sees, der von Wäldern und Bergen eingerahmt ist. Je nach Ankunftszeit bleibt am Nachmittag noch Gelegenheit für einen ersten Spaziergang am Ufer oder einfach zum Ausruhen mit Blick auf die „Blaue Perle der Mongolei“.


Fahrzeit ca. 2-3 Std., Wanderzeit 1 Std., 2 Übernachtungen im Ger Camp am Khuvsgul-See (F/M/A)



19.08. | Besuch bei den Rentierzüchtern und Wanderung um den Khuvsgul See 

Der wunderschöne Khuvsgul-See ist 136 km lang, bis zu 36 km breit und rund 262 m tief. Er liegt auf etwa 1.645 m Höhe und wird von den Mongolen liebevoll „Dalai Eej“ – „Mutter Meer“ – genannt. Nach dem Baikalsee zählt er zu den bedeutendsten Süßwasserseen Asiens und beherbergt etwa 70 % der Süßwasservorräte der Mongolei. Umgeben von bewaldeten Bergen und ursprünglicher Natur gilt er zu Recht als die „Blaue Perle der Mongolei“. 


Am Morgen erwartet Sie heute etwas ganz Besonderes! Nach einem späten Frühstück machen wir eine Bootsfahrt zu den Rentierzüchtern. Rentiere werden wegen ihres Geweihs, ein lukratives medizinisches Material, sowie wegen ihrer Milch und ihres Fleisches gezüchtet. Wir werden die Gelegenheit haben, den Rentierzüchtern zu begegnen und die Rentierherden zu besuchen. Am Nachmittag unternehmen wir eine 2-3 stündige Wanderung um den See. Je nach Kondition können wir auch einen der benachbarten Hügel besteigen, um den atemberaubenden Blick auf den See und die umliegenden Berge zu genießen. Danach geht es zurück zu unserem idyllisch gelegenen Camp am See.

Fahrzeit ca. 30 Minuten , Nachmittags Wanderzeit  ca. 2-3 Std.,  (F/M/A) 



20.08. | Fahrt in Richtung Zentralmongolei – Berg- und Steppenlandschaft

Nach den ruhigen Tagen am Khuvsgul-See verabschieden wir uns von der „Blauen Perle der Mongolei“ und machen uns auf den Weg Richtung Zentralmongolei. Schon kurz nach der Abfahrt lassen wir den See hinter uns, und die Straße gewinnt langsam an Höhe. Die dichten Wälder werden lichter, die Hänge öffnen sich – vor uns liegen weite, offene Landschaften. Unsere Route führt über mehrere landschaftlich reizvolle Pässe. Immer wieder bieten sich unterwegs fantastische Ausblicke: sanfte, blumenbedeckte Hügel, dahinter Bergketten, die sich bis zum Horizont ziehen. In der klaren Luft wirken die Farben intensiv – das satte Grün der Steppe, das Blau des Himmels und die weißen Wolken darüber.


Unterwegs legen wir kurze Spaziergänge ein – an besonders schönen Aussichtspunkten oder an kleinen Bächen. So unterbrechen wir die Fahrt und haben Gelegenheit, die Stille der Landschaft und die Weite der Steppe in Ruhe zu genießen. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich das Ulziit Khishig Camp, das malerisch an einem Berghang liegt. Von hier aus eröffnet sich ein wunderschöner Blick über das Tal und die umliegenden Hügel – ein idealer Ort, um den Reisetag in Ruhe ausklingen zu lassen.


Fahrzeit ca. 5 -6 Std.,  Übernachtung im Ger Camp (F/M/A)



21.08. | Weiter nach Süden zum Terkhiin-Tsagaan-See (2.060 m)

Heute setzen wir unsere Reise durch die abwechslungsreichen Landschaften der Zentralmongolei fort. Unsere Fahrt führt durch weite Steppen, grüne Täler und eindrucksvolle Berglandschaften zum Terkhiin-Tsagaan-See, der auf etwa 2.060 m Höhe im Khorgo-Terkhiin-Tsagaan-Nuur-Nationalpark liegt.


Der rund 16 km lange und bis zu 6 km breite Süßwassersee ist von einer außergewöhnlichen Vulkanlandschaft umgeben. Vor langer Zeit haben vulkanische Aktivitäten diese Region geprägt und eine einzigartige Landschaft aus Lavafeldern, Hügeln und weiten Grasflächen geschaffen. Besonders eindrucksvoll ist der erloschene Vulkan Khorgo, dessen Krater sich am östlichen Rand des Seengebiets erhebt. Der Nationalpark bietet zudem zahlreichen Vogelarten einen wichtigen Lebensraum.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser schön gelegenes Ger-Camp am See. Je nach Ankunftszeit bleibt Gelegenheit für einen ersten Spaziergang am Ufer oder einfach zum Entspannen in dieser stillen Naturlandschaft.


Fahrzeit ca. 6 Std., Wanderzeit 2 Std., 2 Übernachtungen im Ger Camp (F/M/A)



22.08. | Vulkan Khorgo und Begegnung mit Nomaden

Nach dem Frühstück erkunden wir die faszinierende Vulkanlandschaft rund um den Terkhiin-Tsagaan-See. Bei einer leichten Wanderung in der Umgebung des erloschenen Vulkans Khorgo entdecken wir erkaltete Lavafelder, bizarre Gesteinsformationen und die besondere Vegetation dieser ursprünglichen Landschaft. Unterwegs genießen wir immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die Berge und die weiten Steppen der Zentralmongolei.

Anschließend besuchen wir eine einheimische Nomadenfamilie und erhalten einen persönlichen Einblick in ihren traditionellen Alltag. Wir erfahren mehr über die Viehhaltung, die Herstellung von Milchprodukten und das Leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Bei einer Tasse mongolischem Milchtee bietet sich Gelegenheit, mit unseren Gastgebern ins Gespräch zu kommen.


Der restliche Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wer möchte, kann am See spazieren gehen, die Umgebung fotografieren oder einfach die Stille und Weite dieser besonderen Landschaft genießen.


Wanderzeit: ca. 2 Std., Übernachtung: im Ger-Camp am Terkhiin-Tsagaan-See  (F/M/A)



23.08.  |  Kharakhorum und das erste buddhistische Kloster der Mongolei – Erdene Zuu  

Heute fahren wir auf einer Asphaltstraße weiter in die einstige Hauptstadt Kharakhorum. Am Nachmittag erreichen wir die kleine Stadt, die in den fruchtbaren Flussauen des Orkhon liegt.

Die Anfänge des alten Kharakorum lassen sich bis ins 8. Jahrhundert zur Zeit der Uiguren zurückverfolgen. Forschungen haben ergeben, dass diese Region bereits lange vor Dschingis Khaan ein wichtiges politisches Zentrum für weite Teile Zentralasiens war. Auch Dschingis Khaan entschied sich später für Karakorum als politisches und kulturelles Zentrum seines Großreichs.


Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt von chinesischen Truppen zerstört. Erst rund 200 Jahre später erlebte der Ort eine zweite Blütezeit, als hier das erste große buddhistische Kloster der Mongolei, Erdene Zuu, entstand. 1937 wurde das Kloster während der stalinistischen Säuberungen von mongolischen Truppen fast vollständig zerstört. Vor der Zerstörung sollen hier über 10.000 Mönche gelebt haben.

Nach der Ankunft in Kharakhorum steht der Nachmittag zur freien Verfügung – Zeit für einen ersten Spaziergang, einen Blick auf die mächtige Klostermauer von Erdene Zuu oder einfach zum Ausruhen im Ger Camp.

Fahrzeit ca. 5 Std., 2 Übernachtungen im Ger Camp bei Kharakhorum (F/M/A)



24.08. | Kharakhorum – Besuch des Klosters Erdene Zuu

Heute besuchen wir nach dem Frühstück die erste und älteste buddhistische Tempelanlage der Mongolei: Erdene Zuu. Die von einer 400 mal 400 Meter langen Klostermauer umgebene Anlage wurde im 17. und 18. Jahrhundert gleich zweimal zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Einschließlich der späteren Wiederaufbauarbeiten entstand das Kloster über einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren. Heute ist Erdene Zuu Teil der UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft des Orkhon-Tals“ und wird weiterhin als aktives buddhistisches Kloster genutzt. Mehrere Hundert Mönche sollen dem Kloster angehören, von denen einige zeitweise auch ein nomadisches Leben führen. Zu den Highlights, die wir besichtigen, zählen unter anderem die beeindruckende Klostermauer mit ihren zahllosen Stupas sowie die Dalai-Lama-Klosterschule. Im Anschluss besuchen wir das Museum der alten Hauptstadt des Mongolischen Reiches und erhalten spannende Einblicke in die Geschichte Kharakhorums. Danach bummeln wir über den traditionellen Markt und schauen in einer kleinen Werkstatt vorbei, in der Filzprodukte noch in sorgfältiger Handarbeit hergestellt werden.

Fahrzeit: ca. 1 Std. (Transfers vor Ort)  (F/M/A)


25.08.  |  Nomaden-Gemeinde  

Wir fahren heute in die Region Gurvanbulag, eine Region in der Berge, Wälder, weite Steppen und Sanddünen zusammentreffen. Dieses einzigartige Gebiet gehört zum Khugnu Khan Naturreservat. Auf unserem Weg liegt die historische alttürkische Gedenkstätte Khuschuu Tsaidam aus dem 8. Jh. Eine Inschrift auf einer steinernen Schildkröte fasst die zentralasiatische Geschichte von ca. 200 Jahren zusammen. Es finden sich weitere Zeugnisse türkischer Kunst und Kultur aus der mongolischen Steppe in diesem Areal. 


Auf unserem Weg zur Nomadengemeinde passieren wir den See Ugii Nuur. Wir legen einen Zwischenstopp ein und genießen die Seenlandschaft. Weiter geht es nach Gurvanbulag. Mit einem zweistündigen Spaziergang am Abend beenden wir den ereignisreichen Tag. Optional: Pferdeausritt 

Fahrzeit ca. 4-5 Std., Übernachtung im Ger Camp der Nomaden  (F/M/A) 



26.08.  |  Rückfahrt nach Ulaanbaatar

Wir verabschieden uns heute von den einsamen Steppen und fahren zurück nach Ulaanbaatar, das wir gegen Mittag erreichen werden. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Mit einem gemeinsamen Abendessen und mongolischer Folklore beenden wir eine ereignisreiche Mongolei-Reise.

Fahrzeit ca. 5 Std., Übernachtung im Hotel (F/-/A)



27.08. |  Heimflug am Morgen und Ankunft in Frankfurt am Nachmittag 

Am Morgen werden wir zum Flughafen gebracht, von wo aus wir zurück nach Hause fliegen. Unser Mongolische Team, das uns während unserer Reise begleitet hat, wünscht eine gute Heimreise. (F)     


F = FRÜHSTÜCK,  M = MITTAGESSEN,  A = ABENDESSEN


Programmänderungen (wegen Wetterverhältnissen, Straßen- und Wegzustand, Flugverzögerungen, Anordnungen der Behörden etc.) bleiben ausdrücklich vorbehalten!

Wanderungen & Höhenunterschiede: Während dieser Reise unternehmen wir mehrere leichte bis moderate Wanderungen von meist zwei bis drei Stunden, gelegentlich bis zu vier Stunden. Die Höhenunterschiede betragen in der Regel 150–400 m. Wir wandern überwiegend auf gut begehbaren Pfaden und Wiesenhängen. Normale Kondition und etwas Trittsicherheit sind ausreichend. Die Wanderungen sind freiwillig; häufig können kürzere Alternativen gewählt werden. Unterwegs bleibt genügend Zeit für Pausen und schöne Ausblicke.


Fahrtzeiten: 

Unsere Reise führt durch die weiten Landschaften Nord- und Zentralmongoleis. Neben asphaltierten Straßen fahren wir teilweise über Schotter- und Sandpisten. Je nach Wetter und Straßenzustand können längere Fahrtzeiten oder kurzfristige Änderungen entstehen. Etwas Flexibilität ist daher erforderlich. Wir reisen in komfortablen, geländegängigen 4WD-Minivans, in denen jeder Gast einen Fensterplatz erhält. Regelmäßige Pausen und kurze Spaziergänge lockern die Fahrten auf.


Unterkünfte:

In Ulaanbaatar übernachten wir in einem landestypischen 3-Sterne-Hotel. Auf dem Land wohnen wir in traditionellen mongolischen Jurten (Ger), meist in landschaftlich schön gelegenen Ger-Camps. Die Jurten verfügen in der Regel über zwei bis vier Einzelbetten mit Bettwäsche, einen kleinen Tisch, Sitzgelegenheiten und teilweise einen Holzofen. Steckdosen sind nicht überall vorhanden. Je nach Buchung bewohnen zwei Gäste gemeinsam eine Jurte oder eine Person nutzt eine eigene Jurte. Toiletten und warme Duschen befinden sich üblicherweise in separaten Sanitärgebäuden. Die Ausstattung ist einfach, aber gepflegt.


Verpflegung: 

Die mongolische Küche ist traditionell fleisch- und milchreich. Unsere Ger-Camps bieten jedoch auch abwechslungsreiche Gerichte für internationale Gäste. Zum Frühstück gibt es meist Eier, Brot, Käse, Müsli und Milchprodukte. Die Hauptmahlzeiten bestehen häufig aus Suppe, Fleisch oder Gemüse mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Auch traditionelle gedämpfte Teigtaschen (Buuz) werden angeboten. Vegetarische Mahlzeiten sind bei rechtzeitiger Voranmeldung möglich. In den Camps können meist Softdrinks und weitere Getränke erworben werden. Auf längeren Fahretappen genießen wir häufig ein Picknick unterwegs.


Klima: 

In der Mongolei herrscht ein ausgeprägtes kontinentales Klima mit trockener Luft und viel Sonnenschein. Mitte bis Ende August sind die Tage meist angenehm warm, während die Nächte deutlich abkühlen. In Ulaanbaatar liegen die Tagestemperaturen häufig bei 20–25 °C, nachts um 10 °C. In der nördlichen Mongolei und den Berg- und Seengebieten (Khuvsgul, Terkhiin Tsagaan) erreichen die Temperaturen tagsüber meist 18–22 °C, nachts etwa 5–10 °C. In höheren Lagen kann es auch kälter werden. Kurze Regenschauer und Gewitter sind möglich. Wir empfehlen warme Kleidung, Regen- und Sonnenschutz. Alle Temperaturangaben sind unverbindliche Richtwerte.


Visum für die Mongolei: 

Für die Einreise benötigen Sie einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Wir empfehlen mindestens zwei freie Passseiten. Deutsche Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis zu 30 Tagen kein Visum. Für österreichische und Schweizer Staatsangehörige gilt derzeit ebenfalls eine Visumbefreiung für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tagen, die zunächst bis Ende 2026 befristet ist. Die Einreisebestimmungen für 2027 werden vor Reisebeginn erneut überprüft. Ausführliche Informationen erhalten Sie rechtzeitig von uns.

REISEPREIS

pro Person im Doppelzimmer / Ger   € 4130,-


Zuschläge

Einzelzimmer  / eigene Jurte (Ger)   € 490,-


Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

  • Nonstop-Linienflug (Economy) mit MIAT Mongolian Airlines ab/bis Frankfurt nach Ulaan baatar (nach Verfügbarkeit). Abflug von anderen Flughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis und je nach Verfügbarkeit.
  • Deutschsprachige einheimische Reiseleitung während der Rundreise 
  • 2 × Übernachtung in Ulaanbaatar im 3-Sterne-Hotel mit Dusche/WC 
  • 11 Übernachtungen in landestypischen, gepflegten Ger-Camps (mongolische Jurten) 
  • Alle Transfers, Ausflüge und Rundfahrten in komfortablen geländegängigen Fahrzeugen (4WD-Minivans), in Ulaanbaatar mit einem Kleinbus
  • Mahlzeiten laut Reiseverlauf (F/M/A), überwiegend Vollpension
  • Eintrittsgelder, Nationalparkgebühren und Museumsbesuche
  • Trinkwasser während der Rundreise; wir empfehlen die Mitnahme einer wiederverwendbaren Trinkflasche 

 

Eigenleistungen:

  • Persönliche Reiseversicherung
  • Zugfahrt / Zubringer nach Frankfurt 
  • Alle persönlichen Ausgaben, wie Telefongebühren, Alkohol, sonstige Getränke usw.
  • Trinkgelder für Reiseleitung, Fahrer, Kochmannschaft und lokale Helfer (Richtwert ca. 80 € pro Person)  
  • Kosten, die durch unvorhergesehene Umstände entstehen können (z.B. witterungsbedingte Programmänderungen) - Daher empfehlen wir Ihnen dringend, eine Reiseversicherung inkl. Reise abbruchversicherung.  



Reiseleitung: Deutschsprachiger lokale Reiseleiterin / lokaler Reiseleiter

Die Reise wird von einer unserer erfahrenen örtlichen Reiseleiterinnen oder einem Reiseleiter begleitet. Unsere einheimischen Guides sind gut ausgebildet, kennen Kultur, Geschichte und Religion ihres Landes sehr genau und bringen dies mit viel Begeisterung ein. Sie wissen, wo die schönsten Aussichten sind, machen unterwegs auf Besonderheiten von Flora und Fauna aufmerksam und öffnen durch ihre Kontakte zur lokalen Bevölkerung Türen zu authentischen Begegnungen mit Nomadenfamilien. Neben ihrer Muttersprache sprechen unsere Reiseleiter*innen sehr gut Deutsch und oft auch Englisch – kompetent, motiviert und mit einer sympathischen Art, die für eine angenehme und persönliche Reiseatmosphäre sorgt. 


Detailprogramm als Download

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