Reiseberichte 3

„Wohin soll denn Eure nächste Reise gehen?“

 

„Nach Bhutan.“

 

„Wo liegt denn das???“

 

„Im Himalaja, rechts neben Nepal, mit einer indischen Umarmung im Osten, Süden und Westen!“

„Was wollt Ihr denn da machen???“

 

Ja, das waren häufig gestellte Fragen vor unserer Reise. Und ehrlich gesagt, auf die letzte Frage konnte ich gar keine eindeutige Antwort geben. Ja, warum haben wir denn diese Reise gebucht?

Vor zwei Jahren saß ich etwas aufgeregt im Wartezimmer meiner Zahnärztin. Und hier fielen mir wunderbare Aufnahmen von einem Klosterfest in Bhutan ins Blickfeld. Die Zahnärztin erzählte mir auf meine Fragen hin auch einige liebenswerte Episoden über dieses Land, sodass ich schließlich wusste, dass eine unserer nächsten Reisen nach Bhutan führen sollte! Mein Mann war schnell überzeugt, ebenso wie  befreundete Paare, die uns schließlich nach Bhutan begleiteten.

 

Warum mit  Amitabha?

Für uns war dieses Reiseunternehmen prinzipiell Neuland. Auf der ITB  informierte ich mich über einige Anbieter, und der kleine Prospekt von Amitabha mit den dazugehörenden Reisebeschreibungen hatte  uns  endgültig überzeugt. Ausschlaggebend war die Gruppengröße sowie der angebotene Inlandflug von Paro nach Jakar, sodass nur eine der langen Bergetappen mit dem Bus zu fahren war. Unsere Reise wurde von Herrn Phuntsog Dorjay persönlich geleitet, gemeinsam mit dem  stets aufmerksamen, unterhaltsamen Thinley. Ich bin der Meinung, dass  wir auch mit anderen Anbietern eine angenehme, erlebnisreiche Bhutanreise gehabt hätten, da der Tourismus im Lande durch die einheimischen Agenturen sehr fundiert organisiert ist. Aber schließlich kann man ja nur bei einem Reiseveranstalter buchen!

Unsere Reise ist nun seit einer Woche beendet. Und noch immer sortieren wir unsere vielfältigen Eindrücke, Fotos und Filme, die wir in diesem wunderbaren Land sammeln konnten.  Allen voran möchte ich die einmaligen Eindrücke, die wir auf zwei Klosterfesten sammeln konnten, stellen. Wir erlebten hautnah die Begeisterung der einheimischen Bevölkerung, die sich unmittelbar auf uns übertrug. Die prächtigen Farben der Kostüme, die prägende Musik, die freudige Stimmung im Kloster, der große Thangka, der die Klosterwand schmückte….. all das beeindruckte uns stark.

Ebenso hat sich der Besuch der Dzongs und Klöster, die prachtvoll mit Wandmalereien, bemalten und kunstvoll geschnitzten Holz und wertvollen buddhistischen Statuen ausgestattet sind, nachhaltig ins Gedächtnis eingeprägt. Unser Reiseleiter lies ins immer ausreichend Zeit, um die Stimmung im Kloster aufnehmen zu können, um die Menschen beobachten zu können, um den Fotoapparat mit persönlichen Erinnerungen zu füttern. Und so konnte jeder unserer Mitreisenden den Hauch des goldenen Windes mehr oder weniger spüren.

Kleine Wanderungen lockerten die Tage ebenso auf wie der Besuch lokaler Restaurants, das Schlendern durch die kleinen Ortschaften oder über lokale Märkte. Phuntsog und Thinley  organisierten sogar mehrmals ein Picknick für uns. Wir durften Zaungäste bei einem lokalen Bogenschießwettbewerb sein, waren spontan zu Gast in einer Grundschule oder wurden im Uratal von einer Bäuerin in ihr Haus eingeladen (natürlich gab es einen selbstgebrannten Ara!) Die Busfahrten waren zeitlich nicht zu lang, und wenn doch einmal ein Stündchen mehr im Bus verbracht werden musste, dann gab es unterwegs genügend zu bewundern (und wenn es nur die häufig ziemlich gefährlichen Straßen waren!!!). Hier gebührt auch ein großes Lob an unsere beiden Busfahrer, die sicher und ohne Risiko unseren  für uns neun Reisegäste sehr bequemen Bus- steuerten.

Die ausgewählten Hotels überzeugten alle durch große Sauberkeit und meist individuelle, landestypische Einrichtungen. Das Personal war überall gut geschult, jederzeit aufmerksam und freundlich. Hier wurden unsere Erwartungen erheblich übertroffen. Die Qualität aller Mahlzeiten war ebenfalls sehr gut. Ich möchte nicht vergessen,  das allgegenwärtige Chili zu erwähnen. Auf vielen Dächern wurden die roten Chilischoten getrocknet. Und bei keinem Mittags- und Abendbüfett durften die wohlschmeckenden Chilischoten in Käsesoße fehlen! Bekennende Fleischesser sollten während einer Bhutanreise auf  ihre kulinarischen Vorlieben verzichten können. Dagegen kann man Unmengen von verschieden zubereitetem Gemüse, Reis und Nudeln essen.

 

Insgesamt hat diese Bhutan-Reise unsere (zugegebener Maßen nicht allzu ausgereiften) Erwartungen erheblich übertroffen. Zum einen, weil Bhutan ein äußerst sympatisches, attraktives Reiseland ist, zum anderen weil die Tour von A-Z sehr gut organisiert war. So ansprechend, dass wir nun bereits unsere nächste Reise mit Amitabha planen!

 

Vielen Dank für die schöne Zeit !

Erdmute und Matthias Wagner

Bhutan: Eine Reise in das letzte Königreich im Himalaya

Dr. Günter und Ingrid Ehret
89264 Weißenhorn

 

Bild © Dr. Günter Ehret

"Bhutan: Eine Reise in das letzte Königreich im Himalaya" – mit dieser Ankündigung wurden wir in das traumhafte "Land des Donnerdrachens" entführt! Aber wo liegt denn Bhutan? "Rechts neben Nepal", meinte eine von uns 11 Glücklichen in der Reisegruppe! Auf dem Hin- und Rückflug von/nach Delhi genossen wir das atemberaubende Gipfelpanorama des Himalaya einschließlich Mt. Everest. Beim Landeanflug nach Paro zeigte sich Bhutan bereits von seiner grünen Seite – Kiefernwälder bis über 4000 m gespickt mit weißen Inseln von blühenden Magnolien und Terrassenfelder an Steilhängen bis hinunter in die engen Schluchten zahlreicher Bergbäche.  

Bild © Dr. Günter Ehret

In Paro lernten wir unseren einheimischen Reiseleiter, unseren Fahrer und den Kleinbuss kennen, mit denen alle Ausflüge, Besichtigungen und Fahrten durch das Land zum Vergnügen wurden. Wir hatten das Glück mit Thinley und Urgyen in ihrem jeweiligen Metier kompetente, offene, geduldige und oft zu Scherzen aufgelegte Personen zur Seite zu haben. Urgyen fuhr uns mit viel Feingefühl und souveränem Auge durch die Engpässe der zahlreichen Straßenbaustellen, vorbei an Bergrutschen und über meandrierende Passwege auf über 3400 m hinauf und in die Täler hinunter. Thinley brachte uns bei der Besichtigung von großartigen Klöstern und Tempeln die phantastischen Mythen und sagenumwobenen Legenden des tantrischen Buddhismus seit seiner Einführung im 8. Jahrhundert in Bhutan näher. Darüber hinaus machte uns Dr. Phuntsog Dorjey mit seinem fundierten Fachwissen über den Buddhismus mit den Fakten vertraut. In dieser idealen Kombination erschloss sich uns angesichts der kunstvollen Klosterarchitektur und oft Jahrhunderte alten farbenprächtigen Malereien, Statuen, Skulpturen und Dekorationen in den Klöstern ein zu tiefst berührendes Bild der Gläubigkeit der Bevölkerung.

Bild © Dr. Günter Ehret

Zu den Höhepunkten der Reise gehörten für uns die Wanderung zum Taktshang Kloster (Tigernest, siehe Bild), das spektakulär in 2950 m Höhe auf einem Felsabsatz 800 m über dem Paro-Tal liegt, die Besichtigung von malerisch gelegenen, imposanten Klosterburgen (Dzongs), die jeweils hälftig mehrere Tempel und Mönchswohnungen bzw. Orts- und Bezirksverwaltungen beherbergen, Wanderungen im Phobjikha Tal, wo im weiten Talboden Yaks, Dzos (Kreuzung aus Yak und Rind) und Rinder grasen und sich Wälder mit üppig rot/rosa/weiß blühenden Rhododendronbäumen und –büschen in die Höhe auf über 3000 m erstrecken, der Besuch einer Schule für traditionelle Handwerkskünste (Schnitzen, Malen, Skulpturen und Statuen Herstellen, Weben, Sticken) und einer Werkstatt, in der auf traditionelle Weise Wolle mit Naturfarben eingefärbt, versponnen und in Stoffe gewebt wurde, sowie das ergreifende Erlebnis einer Abendpuja in einem Nonnenkloster.

Bild © Dr. Günter Ehret

Wir wohnten durchweg in sehr guten Hotels in einheimischem Stil mit viel Holzschnitzereien und Bemalungen, mit großzügigen Zimmern und separaten Bädern, familiärer Atmosphäre und immer guter bis sehr guter Verpflegung. Ein besonderer Komfort erwartete uns im Dewachen-Hotel im Phobjikha Tal, wo die Zimmer abends mit kleinen gusseisernen Öfen aufgeheizt und die Betten mit Bettflaschen vorgewärmt wurden.

 

Die Reise war hervorragend und vorausschauend organisiert und im Ablauf so flexibel, dass wir uns über alle Aktivitäten in Ruhe und Gelassenheit, z.T. auch mit individueller Gestaltungsmöglichkeit, freuen konnten. Voller Begeisterung empfehlen wir daher diese Reise von Amitabha in ein außergewöhnliches, faszinierendes Land.