Reiseberichte 2016

Bhutan: Eine Reise in das letzte Königreich im Himalaya, April 2016

Dr. Günter und Ingrid Ehret
89264 Weißenhorn

 

Bild © Dr. Günter Ehret

"Bhutan: Eine Reise in das letzte Königreich im Himalaya" – mit dieser Ankündigung wurden wir in das traumhafte "Land des Donnerdrachens" entführt! Aber wo liegt denn Bhutan? "Rechts neben Nepal", meinte eine von uns 11 Glücklichen in der Reisegruppe! Auf dem Hin- und Rückflug von/nach Delhi genossen wir das atemberaubende Gipfelpanorama des Himalaya einschließlich Mt. Everest. Beim Landeanflug nach Paro zeigte sich Bhutan bereits von seiner grünen Seite – Kiefernwälder bis über 4000 m gespickt mit weißen Inseln von blühenden Magnolien und Terrassenfelder an Steilhängen bis hinunter in die engen Schluchten zahlreicher Bergbäche.  

Bild © Dr. Günter Ehret

In Paro lernten wir unseren einheimischen Reiseleiter, unseren Fahrer und den Kleinbuss kennen, mit denen alle Ausflüge, Besichtigungen und Fahrten durch das Land zum Vergnügen wurden. Wir hatten das Glück mit Thinley und Urgyen in ihrem jeweiligen Metier kompetente, offene, geduldige und oft zu Scherzen aufgelegte Personen zur Seite zu haben. Urgyen fuhr uns mit viel Feingefühl und souveränem Auge durch die Engpässe der zahlreichen Straßenbaustellen, vorbei an Bergrutschen und über meandrierende Passwege auf über 3400 m hinauf und in die Täler hinunter. Thinley brachte uns bei der Besichtigung von großartigen Klöstern und Tempeln die phantastischen Mythen und sagenumwobenen Legenden des tantrischen Buddhismus seit seiner Einführung im 8. Jahrhundert in Bhutan näher. Darüber hinaus machte uns Dr. Phuntsog Dorjey mit seinem fundierten Fachwissen über den Buddhismus mit den Fakten vertraut. In dieser idealen Kombination erschloss sich uns angesichts der kunstvollen Klosterarchitektur und oft Jahrhunderte alten farbenprächtigen Malereien, Statuen, Skulpturen und Dekorationen in den Klöstern ein zu tiefst berührendes Bild der Gläubigkeit der Bevölkerung.

Bild © Dr. Günter Ehret

Zu den Höhepunkten der Reise gehörten für uns die Wanderung zum Taktshang Kloster (Tigernest, siehe Bild), das spektakulär in 2950 m Höhe auf einem Felsabsatz 800 m über dem Paro-Tal liegt, die Besichtigung von malerisch gelegenen, imposanten Klosterburgen (Dzongs), die jeweils hälftig mehrere Tempel und Mönchswohnungen bzw. Orts- und Bezirksverwaltungen beherbergen, Wanderungen im Phobjikha Tal, wo im weiten Talboden Yaks, Dzos (Kreuzung aus Yak und Rind) und Rinder grasen und sich Wälder mit üppig rot/rosa/weiß blühenden Rhododendronbäumen und –büschen in die Höhe auf über 3000 m erstrecken, der Besuch einer Schule für traditionelle Handwerkskünste (Schnitzen, Malen, Skulpturen und Statuen Herstellen, Weben, Sticken) und einer Werkstatt, in der auf traditionelle Weise Wolle mit Naturfarben eingefärbt, versponnen und in Stoffe gewebt wurde, sowie das ergreifende Erlebnis einer Abendpuja in einem Nonnenkloster.

Bild © Dr. Günter Ehret

Wir wohnten durchweg in sehr guten Hotels in einheimischem Stil mit viel Holzschnitzereien und Bemalungen, mit großzügigen Zimmern und separaten Bädern, familiärer Atmosphäre und immer guter bis sehr guter Verpflegung. Ein besonderer Komfort erwartete uns im Dewachen-Hotel im Phobjikha Tal, wo die Zimmer abends mit kleinen gusseisernen Öfen aufgeheizt und die Betten mit Bettflaschen vorgewärmt wurden.

 

Die Reise war hervorragend und vorausschauend organisiert und im Ablauf so flexibel, dass wir uns über alle Aktivitäten in Ruhe und Gelassenheit, z.T. auch mit individueller Gestaltungsmöglichkeit, freuen konnten. Voller Begeisterung empfehlen wir daher diese Reise von Amitabha in ein außergewöhnliches, faszinierendes Land.