Reiseberichte

Reisebericht Ladakh im Juli 2014

Martina Ripke

München, DE

Während der erwarteten Monsunzeit nach Ladakh? Ladakh ist von der Monsunzeit nicht betroffen. Ist das nun ein Geheimtipp, den man ja niemals erzählen sollte, oder dient es eher der Normalität des Wetters in den Bergen. Die wenigen, etwas kühleren Stunden taten gut bei den Wanderungen, in der Höhe und in der Tiefe. Die Reisezeit ist in diesem Sinne für die Wetterfesten ideal. Und last but not least für Fotografen, die einen Hang zu Wolken an einem dramatischen Himmel haben…

Erste an- und aufregende Momente bei der Ankunft in Leh ob der Höhe, bei der man einfach einmal aussteigt. Der Höhenunterschied ist bei Anstrengungen deutlich zu spüren. Insofern war der Ausflug eine sanfte Erprobung und ein Kennenlernen einer Stadt, die auch über Nobelviertel verfügt. Ob sich ganz Leh als Nobelviertel entwickeln wird, wird man vielleicht an der vollständigen Renovierung Alt-Lehs erkennen, die bereits begonnen hat und hoffen lässt.

Bereits durch die Ausflüge in die nähere Umgebung war ich von den Eindrücken er- und gefüllt und die Fahrt in das Ule Ethic Resort für die visuellen unter uns ein Overload des Begreifens, in welchem Land hier gestanden wird. Aquarelle-Berggiganten in den vorherrschenden Farben Dunkelkarmin, Violett, Grün bis Schwarz geben ein Empfinden von Surrealität, Science Fiction während ein gelber Sandsteingürtel diese Massive durchzieht.

 

Nun ereignen sich Highlight über Highlight… Überhaupt schien diese Rundreise für mich persönlich nur aus Highlights zu bestehen. Ob Alchi mit seinem alten Tempel oder Manggyu mit seinen leuchtend gelben Rapsfeldern, Lamayurus kargen Berge, die über den Wanla-Pass durchquert wurden, das Beste kommt zum Schluss.

Das Nubra-Tal mit seinen Gipfeln, Dünen, Hainen und dem riesigen Flussbett des Shyok bietet ein atemberaubendes Bild ursprünglicher Kraft. Das Bewusstsein, nahe an der Pakistanischen Grenze zu sein, raubt im staubigen Dünensand schier den Atem. Der Pass vom Tal in das Karakorum zieht an den Wanderschuhen und am Rucksack. Doch bleibt die Rückfahrt aus dem Nubra-Tal nach Hemis zunächst das Top des Exkurses.

Ein Gefühl von wilder Freiheit im Offroad – Modus… und dem Wunsch, bei der nächsten Tour wieder dabei zu sein, machte sich spürbar bemerkbar, als sich der Pulk durch die steinwüstenartige Landschaft über straßenüberquerende Zuflüsse in Richtung Warila Pass in Bewegung setzte. Ein Land der Gegensätze, hier auf dem Weg Diskit - Hemis - Leh am deutlichsten zu erleben. Sandwüste, Steinwüste, Geröll und bereits vor dem Pass in etwa 5.300m Schneewände links- und rechtsseitig der Strecke. Es war eine lange Rückfahrt, die Fahrer und Mitfahrende sichtlich erschöpfte. Die Eindrücke von diesem Kurztrip entschädigten jedoch jede durchgeriebene Pobacke vom langen Sitzen im Auto.

Ja, dann…Dann der letzte Tag des Kalachakra Festes. Strahlend blauer Himmel über grünen Sonnensegeln, tausende von Menschen in traditioneller Bekleidung mit Gebetsmühlen und Gebetsketten, die sich ihren Platz unter der Sonne suchen und finden. Eine ganze Garnison von Helfern versorgten die Besucher mit Gerstenmehlbällchen, Buttertee und Reis mit getrockneten Aprikosen und Aprikosenkernen. Den Worten des Dalai Lamas zu lauschen, seinen Witzchen schmunzelnd zu begegnen und zu erleben, wie das Orakel ihm etwas ins Ohr flüstert, war das Schwitzen zur Mittagszeit mehr als wert. Es war der krönende Abschluss der Reise nach Ladakh.

 

Klimatisches Durcheinander innerhalb von 2 Stunden. Vom trockenen milden Klima Ladakhs in das schwül-heiße Wetter Indiens, das den herannahenden Monsun spüren ließ. In Dehli angekommen, schloss sich eine 8-stündige Busfahrt nach Agra im Westen des Bundesstaates Uttar Pradesh an, denn am nächsten Morgen besichtigten wir das Taj Mahal und das Agra Fort. Ja, es sind monumentale Bauwerke, die erahnen lassen, welch eine großartige Kultur und Macht einst in Indien geherrscht haben müssen. Der neu gebaute Highway entlastete die Rückfahrt von Agra nach Dehli durch eine verkürzte Fahrzeit, die nun nur noch 4 Stunden dauerte.

 

Sehenswert, liebenswert, abenteuerlich…und hinter dem Horizont geht es weiter.

 

                                                                                              Text und Fotos: Martina Ripke, München

Markha Valley Trek mit Stok-Kangri

August 2013

Rainer Mehlhase, Gifhorn, DE

 

Im August 2013 waren wir mit Amitabha in Ladakh auf dem Markha Valley Trek unterwegs.  Die Akklimatisationszeit verbrachten wir in Leh in einer idyllischen Pension. So war sofort direkter Kontakt zur Bevölkerung hergestellt. Wir fühlten uns herzlich aufgenommen und willkommen. Gerne denken wir an die selbstgebackenen Fladenbrote und die köstliche Suppe mit frischem Gemüse aus dem Garten unserer Gastgeberin zurück.

Unsere Trekkingtour begann mit einer abenteuerlichen Autofahrt zum Startpunkt, hier überzeugte unser Fahrer durch seinen besonnenen und sicheren Fahrstil. Dasselbe gilt für unseren Fahrer, mit dem wir am Ende der Reise im indischen Verkehr nach Agra gefahren sind. Die junge Trekking- mannschaft wurde uns mit der Zeit zur Familie, wir hatten viel Spaß miteinander. Besonders beeindruckt hat uns unser Koch, der in der Wildnis 5-Sterne-Verpflegung auf seinem Gaskocher zauberte. Die Zelte waren in Ordnung und boten ausreichend Platz. Landschaftlich ist die Tour ein Genuss, Natur pur, tagelang keine Anzeichen von Zivilisation, totale Stille, brillanter Sternenhimmel.

Die Wege sind einfach zu gehen, wenn man einigermaßen sportlich ist. Allerdings zehrt der ständige Aufenthalt in Höhen zwischen 4000m und 5000m mit der Zeit doch etwas an den Kräften. Uns, wir waren 4 Personen zwischen 20 und 55, hat die Tour durchgehend Spaß gemacht, und ich empfehle sie gerne weiter. Alles war bestens organisiert, wir hatten immer ausreichend Zeit für die Etappen und wurden vorzüglich verpflegt, auch unterwegs.


Djulley!

Gelugpa Mönche im Kloster Diskit, Nubra

Ladakh mit Amitabha
 Super!

Aug.-Sep. 2013

Christina Frisch, Bamberg, DE


Toll für Leute, die gerne Land und Leute kennenlernen wollen!
Unter Leitung von Dr. Phuntsog Dorjay war es ein nahezu unbeschreibliches Erlebnis. Nach der Ankunft in Leh gab es ein stärkendes Frühstück und anschließend eineRuhepause, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Ein kleiner Spaziergang am Spätnachmittag durch Leh ermöglichte einen ersten Einblick in das Leben der Menschen zu gewinnen. Sehr gut war für mich die zeitliche Planung während der gesamten Reise,um auch die Höhe gut zu vertragen. Dies ist in hervorragender Weise gelungen. Ich hatte keinerlei gesundheitliche Probleme!

Unsere Gruppe auf dem Warila-Pass 5200m

Für mich sehr beeindruckend war die unendliche Geduld Herrn Dorjays mit der er den Buddismus und die kunsthistorischen Besonderheiten seines Landes erklärte. Besonders bemerkenswert war, dass wir in vielen Klöstern den Zeremonien beiwohnen konnten. Zudem führte Herr Dorjay uns in Orte, in denen wir das Einbringen der Ernte beobachtenkonnten. Sehr schön war, dass sich die Menschen dort auch um Kontakt bemühten. Die Menschen, die ich in Ladakh traf waren stets abwartend und dann aber sehr freundlich. Die Unterbringung in den Hotels und in den Ressorts war überraschend gut. Es gabmindestens zweimal am Tag heißes Wasser und Strom! Die Lage der Hotels fand ich sehr gut. Tolle Ausblicke und sehr freundliches und aufmnerksames Personal! Lobend hervorheben möchte ich auch die Leistung der Fahrer, die uns auch sicher überdie hohen Pässe gebracht haben. Ruhig und souverän haben diese uns durch das Land chauffiert und die Autos waren immer blitzblank!

Auf dem Weg ins Nubra-Tal

Ich möchte mich bei Herrn Dorjay und seinem Team ganz herzlich für dieseunvergesslichen Momente in Ladakh bedanken. Es war eine wundervolle Zeit und ich habe jeden Moment sehr genossen. Die Tage waren optimal geplant und ich habe einen tiefen Einblick in das Leben und die Kultur der Ladakhis bekommen. Auch war der Besuch bei seiner Familie ein wirkliches Highlight. Das alles so perfekt geklappt hat, ist nichtselbstverständlich. Ich denke dies hängt vor allem mit deinem großen persönlichen Engagement, seiner Flexibilität zusammen.
 Würde die Reise jederzeit wiederholen und werde Amitabha unbedingt weiterempfehlen. Für mich hat einfach alles gestimmt.

 

Julley!

Kinder in Lingshed, Zanskar

Zanskar individuelle Studien – und Wanderreise     Aug.-Sep. 2013

Angela, Karin und Christina (Stuttgart, Hochheim, München)

 

Ende August 2013 machten wir uns von Leh aus auf unsere 3-wöchige Studien- und Trekking durch Ladakh und das Zanskar Gebirge auf. Dass es vom ersten Moment eine faszinierende, nahezu unbeschreibliche und unvergessliche Reise wurde lag nicht zuletzt am Amitabha-Team Thinless, Gatso, Chongeur und unserem Horseman, die uns nicht nur stets mit Köstlichkeiten wie selbstgemachtem Pakura, Momos, Brot und vielem mehr kulinarisch verwöhnten, sondern uns auch unermüdlich und kompetent mit den Geschichten des Landes, den Klöstern, den Menschen und dem Leben an sich in dieser einzigartigen Landschaft vertraut machten.

Das Team von Amitabha

So erlebten wir eine atemberaubende Landschaft mit wunderschönen Lichtspielen, Passwanderungen bei strahlendem Sonnenschein und die Stille der Bergwelt in sternenklaren Nächten. Wir durften  speziellen Zeremonien in Klöstern beiwohnen, sangen mit Schulkindern bei „Happy Teachers Day 2013“ in Lengshed und Bauern auf den Feldern teilten mittags Speis und selbstgebrautes Chang Bier mit uns. Die Begegnungen mit den aufgeschlossenen und liebenswerten Familien und Mönchen sowie die warmherzige Betreuung durch unser Team haben sich fest in unsere Herzen eingebrannt.

 

Ein herzliches „Julley thugdzetche“ an alle für diese intensive Erfahrung!

Avalokitesvara Tempel Tingmosgang

Ladakh individuell Rundreise Juni-Juli 2013

Doris Rumpfhuber, Traun AT
 
Wir hatten im Juni 2013 eine private Rundreise durch Ladakh gebucht. Bereits beim Anflug auf Leh hatten wir eine wunderbare Einstimmung auf das Land und die kommenden 3 Wochen. Am Flughafen wurden wir von Amitabha erwartet und ins Hotel in Leh gebracht. Die Abwicklung der Rundreise hat wunderbar funktioniert, alles war toll organisiert und es hat uns auch gefallen, dass wir dann und wann Freizeit in Leh hatten, um auf eigene Faust etwas in der Stadt zu unternehmen, Märkte zu besichtigen, essen zu gehen....
 
Auf der Reise musste unser Fahrer für uns Fotografen immer wieder Zwischenstopps einlegen, damit wir das wundervolle Bergpanorama bestaunen und fotografieren konnten. Motive sind unendlich vorhanden. Die Landschaft ist schlicht und einfach atemberaubend schön, wir konnten uns kaum satt sehen. Die Begegnungen mit den Menschen waren besonders herzlich und überall wurden wir mit einem freundlichen "julee julee" begrüßt.

Gebetsmühle

Besondere Highlights waren für mich die Fahrt nach Changtang und ins Nubra Valley. Die Überquerung der hohen Gebirgspässe war ein kleines Abenteuer. Aber dank der umsichtigen Planung von Phuntsog hatten wir überhaupt keine Probleme mit der Höhenluft.
 
Ladakh und seine freundlichen Menschen haben mein Herz berührt. Ich weiß, dass ich wiederkommen werde. Mit der Betreuung durch Amitabha war ich vom ersten Moment der Kontaktaufnahme sehr zufrieden und werde dieses Büro gerne an andere Interessierte weiter empfehlen.
 

Shargol Tempel, Kargil

Zanskar Studien – und Wanderreise Juni-Juli 2013

Britta Jähner, Berlin

 

Vom 24. Juni bis 12. Juli 2013 ging es für mich endlich wieder in den Himalaya, diesmal nach Ladakh und Zanskar.

Ein faszinierendes, beglückendes und weit in den Himmel reichendes Land. Liebe auf dem ersten Blick! Alle Sinne sind gleichzeitig aktiviert - und dass dies auch so blieb, dafür sorgte unermüdlich das Team von Amitabha, allen voran Phuntsog und Thinles. Ob kulinarische Köstlichkeiten aus der Zeltküche, das Hinführen zu landschaftlich einzigartigen Ausblicken, das meditative Lauschen über die buddhistische Farb- und Formen-Vielfalt in den Klöstern – es gab nichts weiter zu TUN, außer Da-SEIN und Wahrnehmen und Staunen.


Eine zanskari Frau in Pidmo

Tief eingeprägt haben sich mir die herzlichen Begegnungen in den ladakhischen und zanskarischen Familien und in den Klöstern, die uns dank Amitabha ermöglicht wurden. Und auch die Kombination von Kultur (das umfangreiche buddhistische Kunst- und Meditationswissen von Phuntsog - eine wahre Schatzgrube!) und Trekking (die geduldige und warmherzige Begleitung von Thinles – ein Segen!) ist sehr gelungen und hat viele intensive und einzigartige Eindrücke hinterlassen.

 

Ich fühle mich reich beschenkt. Danke, danke, danke!

Frozen River Treck in Ladakh/Zanskar 2013

Karl Tortschanoff, Villach (Österreich) 

 

Im Februar 2013 war ich mit Amitabha-reisen in Ladakh und habe die Chadar-tour gemacht. Dieser Treck war der eindrucksvollste den ich je unternommen habe. Die Tour führt über den gefrorenen Fluss Zanskar von Leh nach Padum in der Provinz Zanskar, und ist im Winter die einzige Verbindung dorthin. Der Fluss ist nicht überall zur Gänze gefroren, und so geht man oft am Rande des Eises neben dem rauschenden Wasser.

Wir sind aber nur ca. die Hälfte des Weges nach Zanskar gegangen, und sind dann in ein Seitental abgebogen, zur Ortschaft Lingshed. Dort hatte ich Gelegenheit, das Leben der Einheimischen kennen zu lernen, da wir in einem Privathaus zwei Nächte verbrachten. Die Organisation war perfekt, der Führer war stets um mich bemüht, und was der Koch alles aus der einfachen Zeltküche hervorzauberte, war einfach unglaublich.

Auch in Leh war das Amitabha Team sehr um mich bemüht. Sollte ich wieder mal nach Ladakh reisen, werde ich das sicher mit Amitabha-reisen tun.

 

Losarfest und Homestay Dezember 2012

Dagmar Grabowski, Hamburg

 

Ladakh im Winter, das wollte ich unbedingt erleben. Leider konnte ich dafür keine anderen Mitreisenden erwärmen und aus diesem Grund war diese Reise ganz individuell, begleitet und organisiert von Amitabha-Reisen. Da ich vorher in Dehli Freunde besucht hatte begann diese Tour für mich mit dem atemberaubenden Flug über den Himalaya.

Am Flughafen wurde ich dann von meinem Fahrer Tani und meinem Guide Rinchen abgeholt und in einem der wenig geöffneten Hotels mit beheizten Zimmern, untergebracht. Ein paar Tage der Akklimatisation mit Fahrten in die nähere Umgebung folgten. Der besondere Reiz lag darin, dass ich weit und breit die einzige Touristin war, in den Klöstern konnte ich an den Andachten teilnehmen und ohne Gedränge alles anschauen. Die Landschaft und die Klöster haben in dieser Jahreszeit eine besondere Ausstrahlung. Es ist alles sehr ruhig und beschaulich.

Bei einem kleinen sogenannten „Babytrekking“ hatte ich die Gelegenheit im homestay bei Familien zu übernachten. Anders als gedacht habe ich trotz Minustemperaturen nie gefroren, in der Wohnküche am holzgefeuerten Ofen mit Unmengen Tee, in allen Variationen, war es immer schön war und in den Schlafräumen dank Decken, Wärmeflasche und gutem Schlafsack auch ganz gemütlich. Allerdings habe ich das Waschen in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert. Die Familien waren sehr gastfreundlich und Dank meiner mitgebrachten Fotos von eigener Familie und Heimatstadt hatten wir auch schnell Kontakt trotz verschiedener Sprachen.

 

In einem kleinen Dorf in der Nähe von Leh konnte ich dann noch das Losarfest besuchen, die Maskentänze und die Feier waren sehr beeindruckend und ich wurde von den Dorfbewohnern zum Essen und Gemeinschaftstanz eingeladen.


mit Tani & Rinchen

Die ganze Reise hat mich sehr begeistert. Ich habe Einblick in das normale Leben der Ladakis und deren Gastfreundschaft erlebt, Klöster besucht und im Schatten der Schneeriesen des Himalajas und des Zanskargebirges kleine Wanderungen unternommen. Besonders die fürsorgliche und professionelle Betreuung durch Tani und Rinchen hat mir viel Gelegenheit gegeben vieles Neues und Interessantes erleben zu können. Vielen Dank. Eine wirklich besondere Reise mit vielen Eindrücken, an die ich auch zu hause noch lange denke.

Julley!


Tage mit Amitabha

Susanne Martin

Juli 2012, Ladakh Individuellreise

 

Die Trekking Ausrüstung ist sortiert und gepackt, nicht nur die unsrige. Als wir am Morgen abgeholt werden, wartet dort ein bis über das Dach gepacktes Allradfahrzeug. Drinnen haben bereits ein Fahrer, Guide und der Koch Platz gefunden, so werden drei Personen mit voller Ausrüstung unsere Wüstenerkundung begleiten. Unser Trekking beginnt nahe des Klosters Likir, auf einem Felsbrocken sitzend wechseln wir die Schuhe, präparieren uns.

Ich fühle eine gewisse Anspannung welche allerlei Ungewissheiten aufwirft. Werden sich die Kopfschmerzen nochmals einstellen oder anderer Gebrechen. Was für Wege und Strecken erwarten uns? Welche Schlafstätten?

 

Ich lasse alle Gedanken ziehen, schnüre dafür die Stiefel, setze meinen Hut auf, und schultere den Rucksack. Fahrer und Koch beschauen unser beflissenes Tun kurz vor Aufbruch. Sie werden weiter fahren während wir jetzt wandern.

 

Der Aufbruch, dieses erste Losgehen gestaltet sich sperrig und umständlich, es sind lange nicht verübte Handhabungen welche jetzt perfekt und akkurat auszuführen sind. Die richtigen Socken richtigherum anziehen, Schuhe gut binden, Stöcke einrichten, Sonnenschutz nochmals auftragen, Das Trinksystem justieren, Gurte einstellen, Lippenversorgen… Das alles unter den erstaunenden Augen unserer Begleiter.



Gestiefelt und geschnürt wandert mein Blick durch das Tal über dem Pfad vor uns.

 

Felsen, Steine, Kiesel, Kielselsand in scheinbar gleicher Farbe im gleißenden Sonnenlicht bei stechender Hitze auf 3600 Meter üNN. Eine große Steinkuhle

 

Etwas eintönig fühle ich und denke an meinen so gehegten alten Wunsch eine Wüste durchwandern zu wollen.



Augenblicklich ist es soweit, auch wenn dieser Anblick in mir Unbehagen keimen lässt und Fragen. Verspüre ich jetzt Lust, in jener Landschaft bei diesem Klima Stunden voller Anstrengung zu verbringen?

 

Das vollständig, sehr großzügig ausgerüstete Expeditionsfahrzeug im Hintergrund sowie die drei wundernehmenden Männer heben meine Stimmung und wirken miteinander ungemein motivierend, so soll es denn sein. Wie bunte Beduinen beginnen Meggi und ich den Track in der Hochwüste Ladakhs.

Von Anbeginn werden wir liebenswürdig und sehr aufmerksam umsorgt überdies finden all unsere noch so skurril scheinenden Sonderwünsche jedes erdenkliche Verständnis.

 

Für unser Nachlager haben wir jeweils die Wahl zwischen campen im Zelt oder als Gast im Hause einer ladakhischen Familie zu sein. Frei von dieser Entscheidung zelebriert das Amitaber Team all abendlich köstliche Mahlzeiten. Uns kommt dabei die Rolle der Staunenden zu, wenn wir an die Tafel im Zelt oder auf der Wiese gebeten werden.

 

Der Amitaber Expeditionstag begann mit dem guten -Morgen -Tee , direkt ans Zelt , ein weiter kulinarischer Genuss war der Nachtisch aus nepalesischem Yak- Käse und mithilfe des heißen Wassers 3x täglich wurde auch die Badezimmerzeit unter freiem Himmel zum Wellness- Vergnügen.



Mit Bedacht und aus Sorge um unser Wohlbefinden besprachen wir die Erkundungsgänge, welche wir allein vor Ort unternahmen, damit wir auf keinen Fall verloren gehen.

 

Einmal hatte ich meine reichhaltig gefüllte Lunch Box, die Zeit und Gewicht taxierend, dem Fahrer im Auto mitgegeben. Nach dem langen Aufstieg, auf dem Fahnen geschmückten Übergang, halbierte ich den mitgeführten Schokoriegel worauf hin unser Guide mir meine Lunch-box reichte. Der Koch hatte es so angeordnet.

 

Diese unermüdliche Anstrengungsbereitschaft und Führsorge ist oftmals überraschend und lässt mich fassungslos staunen.

 

Mitfühlend berührte uns eine vorsorglich, im Dining-zelt verbrachte Regennacht, während dieser hatte Rigzin unseren Schlaf bewacht hatte. Er wollte ansprechbar sein, falls wir etwas brauchen.

Das planvolle und umsichtige Verhalten unseres Teams hat mich sehr beeindruckt, erstaunt war ich von der schier unermüdlichen Betriebsamkeit.

 

Ich habe mich zu keinem Moment unsicher gefühlt. Diese, durch das Amitabher Team begleitete Reise habe ich sehr genossen und empfinde diesen unendlichen Luxus geradewegs als unverzichtbar für die nächste Reise in Ladakh.



Individualreise “Oasen, Nomaden und Markha –Tal Trek in Ladakh”
Johanna + Lutz

Hannover


Im Juli 2012 haben wir, ein Paar aus Hannover, mit Amitabha Reisen eine Individualreise mit Trekking-Teil im Markha-Tal unternommen. Um es vorweg zu nehmen: “Wir haben jede Sekunde genossen.” Ob es die ersten Tage in Leh waren, welche zur Akklimatisierung dienten, oder die körperlich anspruchsvollen Tage am Berg mit Übernachtungen jenseits der 4000m. So nah waren wir dem Himmel noch nie!

Dank der super Vorbereitung gelangten wir problemlos über München und Delhi in das traumhafte Leh, wo ein schönes Hotelzimmer auf uns wartete.

Der Hauptteil der Reise bestand dann aus einer 9-tägigen Wanderung durch das Markha-Tal mit Übernachtungen im Zelt, welche wir, unter der Leitung von Phuntsog Dorjay und den helfenden ladakhischen Jungs, bestreiten durften. Es war wirklich alles dabei, was man sich erhofft bzw. gewünscht hat: Atemberaubende Landschaften, Buddhistische Klöster in den Bergen, Nomadendörfer in den Tälern, sternenklare Nächte am Lagerfeuer. Morgendliche Berganstiege vor dem Sonnenaufgang haben uns wunderschöne Lichtspiele und unvergessliche Erinnerungen beschert. Wer hier seine Kamera vergessen hat, wird es spätestens dann bitter bereut haben. Phuntsog beantwortete all unsere Fragen, ob kultureller, religiöser, geschichtlicher oder geografischer Natur, stets ausführlich und gut gelaunt. Dadurch entstand eine fast freundschaftliche Atmosphäre und wir fühlten uns die gesamte Zeit wohl behütet.

Da wir nur zu zweit und nicht in einer größeren Gruppe reisten, wurden uns sämtliche Wünsche erfüllt- So speisten wir mit Nomaden in ihren Lehmhütten, abends öffntete ein Mönch sein Kloster nur für uns. Tagesabläufe waren flexibel und auch für Zweisamkeit blieb genug Zeit.

Durch die sehr gute Organisation der Reise, die auch den Besuch der Großstädte Delhi und Agra (Taj-Mahal) beinhaltete, konnten wir während der 19 Tage so viel von Indien erleben, wie es uns bei einer ungeführten Reise kaum innerhalb eines Monats möglich gewesen wäre. Wir können diese Reise wirklich jedem wärmstens empfehlen, der die aufgeschlossenen und liebenswerten ladakhische Menschen kennen lernen und dabei ein wenig körperliche Herausforderung erleben möchte. Nächstes Mal geht es für uns definitiv wieder zum Wandern in den Himalaya.

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